Barfen Hund Anleitung

Was ist Barfen? Einfache Erklärung, Kosten, Rezepte, Tipps & Tricks

Die Abkürzung BARF kommt ursprünglich aus dem Englischen und hat verschiedene Bedeutungen:

„Born again raw feeders“ = „Wiedergeborene Roh-Fütterer“ oder
„Bones and raw food“ = „Knochen und Roh-Futter“

Am besten passt die in englischer und deutscher Sprache gleiche Abkürzung für BARF:

„Biological Appropriated Raw Food“ = „Biologisches Artgerechtes Roh-Futter“

Barfen

Warum barfen?

Der Hund und der Wolf gehören beide zur Ordnung der Carnivora

Dieser Begriff wird aus den beiden lateinischen Worten zusammengesetzt: 
Carnis = Fleisch und vorare = verschlingen.

Barfen bedeutet jedoch nicht, dass der Hund nun ausschließlich mit rohem Fleisch, Innereien und Knochen gefüttert wird.

Seine Nahrung sollte außerdem noch rohes Gemüse, Eier, Fisch, Salat und Obst beinhalten, die auch bei den Beutetieren im Magen vorhanden wären.


Da der Wolf sein Beutetier im Ganzen vertilgt, ist er kein reiner Fleischfresser. Er frisst auch den gefüllten Magen und die Innereien seiner Beute und diese sind meist noch mit Pflanzenkost gefüllt.

Als sich der Wolf vor vielen tausend Jahren an den Menschen anschloss, bestand sein Futter natürlicherweise aus den Schlachtabfällen, die der Mensch nicht essen wollte. 

Es handelte sich da z.B. um die Knochen, die Eingeweide, das Blut, etc. Aber auch die menschlichen Essensreste, die aus GemüseObst, etc. bestanden, wurden an den Wolf und später an den Hund verfüttert.

Hunde, die dieses artgerechte Futter bekamen, waren bis ins hohe Alter gesund und fit. Sie hatten keine Allergien und waren selten krank.

Warum barfen?

Heute, im Zeitalter des industriell hergestellten Hundefutters, sieht es leider ganz anders mit der Hundegesundheit aus. 

Dieses Fertigfutter besteht zum größten Teil (oft 80%) aus minderwertigem Getreide und das ist nicht artgerecht für den Hund. 

Die restlichen Bestandteile sind minderwertigste Schlachtabfälle und tierische Nebenerzeugnisse, wie z.B. Hufe, Federn, Schnäbel, Fell, etc. 

Zusätzlich wird dieses Futter noch mit Geschmacksverstärkern, Konservierungs- und Aromastoffen angereichert.

Wenn Du Deinen Hund auch gesund und artgerecht ernähren möchtest, dann solltest Du über eine Umstellung auf BARF nachdenken.

TIPP:
Du brauchst beim BARFEN wirklich nicht jedes Gramm vom Futter abwiegen und stundenlang Nährwerttabellen studieren, um die optimalste Mahlzeit für Deinen Hund zusammenzustellen.

Diesen Aufwand tätigst Du bei Deiner eigenen Ernährung bestimmt auch nicht.
 
Ein gesundes Augenmaß solltest Du dabei jedoch behalten.

Wir beantworten Dir nachstehend alle aufkommenden Fragen zum BARFEN einfach und schnell.

Ist barfen gesund für den Hund?

Das Barfen ist eine artgerechte, natürliche, gesunde und abwechslungsreiche Ernährung, die alle erforderlichen Nährstoffe in roher und leicht verdaulicher Form enthält.

Die Keime, die in dem rohen Futter enthalten sind, schaden nicht sondern fordern und trainieren das Immunsystem Deines Hundes und stärken seine Widerstandskraft. 

Fleisch für Barfen

Viele Hundebesitzer berichten, dass ihre Hunde nach der Umstellung auf BARF keine Allergien mehr zeigen und insgesamt viel gesünder und vitaler erscheinen. 

Durch das Barfen seien auch die Blutwerte deutlich besser geworden, da Leber und auch Nieren entlastet werden. 

Der Hund zeigt durch die abwechslungsreiche Kost ein besseres Allgemeinbefinden, da er durch die Rohfütterung bis zu 80 % Feuchtigkeit aufnimmt. 
Beim Trockenfutter sind es nur 10 % Feuchtigkeit und er kann dehydrieren, trotz gefülltem Trinknapf.

BARF ist außerdem leicht verdaulich und fördert so die Aufnahme der Nährstoffe. 

Es enthält keine chemischen Konservierungs- und/oder synthetische Zusatzstoffe. 

Durchfall, vermehrter Kotabsatz, Blähungen, Mundgeruch und unangenehmer Fellgeruch werden durch barfen beim Hund vermieden.

Vermehrter Kotabsatz zeigt die mindere Qualität des Futters mit hohem Getreideanteil an. Alles was nicht vom Körper aufgenommen und verarbeitet werden kann, also unverdaulich ist, wird anschließend durch den Kot wieder ausgeschieden.

Ein Hund der gebarft wird, muss sich in der Regel nur einmal am Tag lösen und die Kotmenge fällt wesentlich kleiner aus.

Eine gesunde Diät für übergewichtige Hunde ist durch BARF möglich und verhilft wieder zu einer schlanken Figur.

Übergewicht führt unter anderem zu Herz-Kreislauf-Problemen und schädigt die Gelenke, bis hin zur Arthrose.

Durch Bewegungsmangel kommt es außerdem noch zu Darmträgheit mit Blähungen und häufigen Verstopfungen.

Es sollte nur noch mageres Wild- oder Geflügelfleisch von Pute oder Huhn verfüttert werden.

Verstärktes Hungergefühl kann durch die Gabe von Ballaststoffen, wie z.B. Leinsamen oder Flohsamenschalen gestillt werden.

Ist Hundebarfen teuer?

Mit welchen Kosten muss man beim barfen rechnen? Hundebarfen muss nicht teurer sein als Industriefutter, eher ist das Gegenteil der Fall. Du kannst z.B. in Schlachthöfen qualitativ hochwertiges Fleisch sehr preiswert kaufen.

Wenn Du auf Sonderangebote bei Fleisch, Obst und Gemüse in Deinem Supermarkt achtest, kann es sogar billiger sein zu barfen, als Trocken- oder Nassfutter aus der Dose zu füttern.

Für einen Hund von ca. 20 - 25 kg Gewicht kostet das Barfen im Schnitt etwa 50 Euro monatlich.

Taschenbuch Barf-Anleitung
Barfen Anleitung & Rezepte

Wo kaufe ich preisgünstiges BARF für den Hund?

Wenn Du direkt bei einem Schlachthof nachfragst, kannst Du Fleisch sehr preisgünstig einkaufen.

Oftmals bekommst Du Innereien und Knochen sogar kostenlos.

Bei einem Metzger kannst Du ebenfalls sehr günstig einkaufen.

Am besten fragst Du gegen Ladenschluss nach nicht verkauftem Fleisch und Innereien.

Lebst Du auf dem Land, dann könntest Du direkt beim Bauern nachfragen.

Dort bekommst Du sehr gute Qualität preisgünstiger, da der Zwischenhandel wegfällt.

Aber auch im Supermarkt gibt es Fleisch-Sonderangebote, die durchaus akzeptabel sind. 

Barfen Shop

Du kannst Dein BARF aber auch im Internet bestellen.

Jetzt zum Barf-Online-Shop! (Hier klicken)

Dort wird sogar gefrorenes Fertig-BARF verkauft, welches schon mit Gemüse, Obst, Ölen usw. perfekt zusammengestellt ist.

Auch luftgetrocknetes BARF wird angeboten. 

Das eignet sich hervorragend, wenn Du mit Deiner Fellnase in den Urlaub fahren möchtest.

Gemüse kaufst Du am besten direkt vom Bauern oder auf dem Wochenmarkt. 

Im Supermarkt kannst Du auf Sonderangebote und auch auf Tiefkühlgemüse zugreifen. 

Wie berechne ich die BARF-Futtermenge?

Die tägliche Barf-Futtermenge beträgt ungefähr 2% vom Körpergewicht des ausgewachsenen Hundes.

Wenn Dein Hund zum Beispiel 20kg wiegt, dann beträgt die Barf-Futtermenge 400g pro Tag.

Diese 400g teilen sich auf in 80% Fleischanteil und 20% Pflanzenanteil.

Das heißt:
Dein 20kg schwerer Hund bekommt 400g Barf-Futter. Davon sind 320g Fleischanteil und 80g Pflanzenanteil.

Welpen benötigen jedoch eine Barf-Futtermenge von mindestens 5% vom Körpergewicht, da sie sich viel bewegen und noch im Wachstum sind.

Was sollte in einer BARF-Mahlzeit enthalten sein?

Auf keinen Fall nur Fleisch!

In der freien Natur gefressene Beutetiere bestehen außerdem noch aus Knochen, Sehnen, Knorpeln, Innereien und Blut.

Auch der Magen samt Inhalt wird gefressen und dieser enthält Pflanzenteile, Kräuter, Pilze, Obst und Körner.

Eine ausgewogene BARF Ernährung setzt sich zusammen aus: 
ca. 50% Muskelfleisch, 10% Pansen und Blättermagen, 10% fleischige Knochen und Knorpel, 10% Innereien und 20% Obst und Gemüse.

Ein leckeres BARF-Rezept für Deinen pelzigen Freund: 

1kg gemischtes Hackfleisch vom Rind/Pute mit 250g rohen gewürfelten Möhren und etwas Petersilie vermengen.

Dazu noch ein paar Sonnenblumenkerne und fertig ist ein gesundes, wohlschmeckendes Futter.

Das würde bei einem 20kg schweren Hund für 3 Tage reichen. (1/3 davon sofort füttern und den Rest einfrieren und bei Bedarf wieder auftauen)

Hund barfen Rezept

Welche Nahrungsmittel stehen auf der BARF-Speisekarte?

Muskelfleisch:

Rindfleisch, Rinderschlund, Rinderlefzen, Rinderherz und Rinderzunge, Kalbfleisch Lammfleisch Pferdefleisch und Pferdeherz Geflügelfleisch Antilopen-, Straußen- und Känguruhfleisch.


Kein rohes Schweinefleisch füttern!

Dieses kann den Aujeszky-Erreger enthalten, der eine tödliche Hirn- und/oder Rückenmarksentzündung auslösen kann.

Schweinefleisch deshalb immer gut durchbraten!

Nicht nur eine Fleischsorte füttern, da jede Sorte verschiedene Nährstoffe, Vitamine und Mineralien besitzt.

Innereien:

Rinderleber, Rinderlunge, Rindernieren, Rindereuter, Rindermagen, Rinderpansen Schafsmagen, Lammpansen, Pferdeleber, Hirschleber & Ziegenmagen

Fisch:

Lachs und andere Sorten.

Auch mit Gräten, denn diese sind im rohen Zustand ungefährlich.

Nur 1-2 x wöchentlich füttern.

Knochen:

Diese Knochen können komplett aufgefressen werden:
Rinderbrustknochen, Kalbsknochen, Ochsenschwanz Geflügelhälse, auch Geflügelknochen, denn diese splittern nicht im rohen Zustand.

Ziegenknochen Schafsknochen, Lammbrustknochen, Lammbeinknochen Hasen- und Kaninchenknochen Hirsch- und Rehknochen.

Keine Schweineknochen verfüttern, weder roh noch gekocht!

Rohe Schweineknochen können den Aujeszky-Erreger enthalten, der tödliche Hirn- und Rückenmarksentzündungen hervorrufen kann!


Knochen immer roh füttern und immer muss Fleisch am Knochen sein, sonst kann der Knochen nicht richtig verdaut werden.


Keine gekochten Knochen geben, da sie dann brüchig werden und splittern können!


Diese Knochensplitter können zu gefährlichen Verletzungen im Maul und dem Magen-Darm-Trakt führen!

Milchprodukte:

Von zu viel Milch bekommen Hunde häufig Verdauungsbeschwerden.

Gib Deinem Hund lieber ab und zu vergorene Milchprodukte, wie z.B. etwas Quark oder Joghurt.

Auch ein paar Esslöffel Ricotta mit verquirltem Eigelb werden ihm schmecken.

Eier:

Du solltest Deinem Hund nur das Gelbe vom Ei geben.

Das Eiweiß führt zu einem Biotinmangel, der sich mit stumpfem Fell und Hautinfektionen bemerkbar macht.

Am besten gibst Du ihm 2 x wöchentlich ein Eigelb und füttere auch die Eierschalen, denn diese enthalten viel Kalzium für starke Hundeknochen.

Roh Ernährung für den Hund

Öle:

Auch Öle gehören zu einer ausgewogenen Hunde-Ernährung.

Sie schützen das Nervensystem, das Sehvermögen und halten das Immunsystem intakt.

Gib Deinem Hund täglich 1 Teelöffel, aber nur hochwertige und kaltgepresste Öle:
Hanföl Leinöl Lachsöl

Meiden solltest Du Distelöl, Rapsöl und Sojaöl!

Diese Öle enthalten zu viel Omega 6 und gefährden die Gesundheit Deiner Fellnase. 

Gemüse & Obst:

Diese Gemüsesorten sind gut für Deinen Hund:

Chinakohl, Fenchel, Gurke, Kürbis, Mangold, Möhren, Rote Bete, Salate, Sellerie, Spinat & Zucchini

Da Hunde die Zellstruktur von Pflanzen und Obst nicht aufspalten können, solltest Du seine pflanzliche Kost immer pürieren!

Dafür solltest Du einen Mixer benutzen, denn eine Gabel kann das Obst und Gemüse nicht genügend zerkleinern!


Obst und Gemüse sollte immer mit etwas Öl verfüttert werden, da die Vitamine meist fettlöslich sind!


Immer nur reifes bis überreifes Obst verfüttern, da es sonst zu schweren Verdauungsproblemen kommen kann!


Kartoffeln sollten nur gekocht verfüttert werden, da sie im rohen Zustand das giftige Solanin enthalten!

Diese Obstsorten darfst Du Deinem Hund vorsetzen:

Apfel, Ananas, Banane, Birne

Natürlich nur in reifem bis überreifem Zustand denn unreifes Obst führt zu Bauchschmerzen beim Hund!

Gib Deinem Hund keine Steinfrüchte im Ganzen!


Trenne immer zuerst den Stein heraus, da dieser
Blausäure enthält und giftig ist!

Getreide:

Getreide ist nicht unbedingt erforderlich, da es wegen seinem Glutengehalt Allergien beim Hund auslösen kann und zu Übergewicht führen kann.

Glutenfreie Getreidesorten, wie Hirse oder Amaranth sind zu bevorzugen.

Nicht verfüttern solltest Du Dinkel, Gerste, Grünkern, Roggen und Weizen, da dieses Getreide Gluten enthält!

Kräuter:

Frische Kräuter sind auch für den Hund sehr wertvoll, weil sie ätherische Öle enthalten.

Diese Kräuter kannst Du Deinem Hund in kleinen Mengen anbieten:
Basilikum, Kamille, Kresse, Petersilie & Thymian

Auch die Wildkräuter:
Brennnessel & Schachtelhalm sind gut für Deinen Hund. 

Leckerlis:

Dein Hund freut sich über Gliedmaßen mit Fell und Krallen, an denen er lange knabbert und dabei gleichzeitig seine Zähne reinigt.

Ein besonderer Kaugenuss für Deine Fellnase ist eine getrocknete Kalbsblase oder auch Rinder-Trockenpansen.

Ein schöner, fleischiger, roher Knochen oder ein Rindermark-Knochen sind ein besonderer Leckerbissen für den Hund.

Ausnahmsweise darf es auch mal eine Stück Fleischwurst oder ein Wienerle sein.

Welche Vorteile bietet barfen für Hunde?

Ein nicht unerheblicher Vorteil vom Barfen ist die Gewissheit: WAS IST IM NAPF!

Du weißt genau was Du Deinem Hund zum Fressen gibst. Kein Knochen- oder Fischmehl, keine Abfallprodukte.

Außerdem ist das Futter immer frisch und gesund und ohne künstliche Zusatzstoffe und Chemie.

Weitere Vorteile:

Hunde, die von Anfang an gebarft wurden, sind in der Regel gesünder und fitter, da sie sich ohne belastende Zusatzstoffe entwickeln konnten.

Das BARF-Futter wird besser vom Organismus verwertet und deshalb kommt es zu weniger Kotabsetzung und weniger Blähungen.

Durch das Barfen wird das Hundefell glänzend und es riecht auch nicht unangenehm, da der Hund keine Gift- und Abfallprodukte vom Industriefutter mehr ausscheiden muss.

Kein schlechter Mundgeruch mehr, da der Hund durch das Knochenknabbern keinen oder nur noch wenig Zahnstein bildet.

Das Immunsystem wird durch das Barfen gestärkt und es kommt dadurch seltener zu Parasitenbefall.

Hund hat Probleme beim Barfen?

Auch wenn das Barfen für den Hund eine gesunde und artgerechte Nahrungsumstellung ist, kann es trotzdem zu Problemen kommen:

Dein Hund verträgt die für ihn wichtigen kalziumhaltigen Knochen nicht und bekommt davon Verdauungsprobleme

TIPP:
Als Alternative kannst Du ihm für seine Kalziumversorgung anstatt der rohen Fleischknochen auch Knochenmehl oder zerkleinerte Eierschalen geben.

Aber auch zu viele Knochen können Probleme bereiten. 

Wenn der Kalziumbedarf im Hundekörper gedeckt ist, dann verdickt sich weiteres aufgenommenes Kalzium im Darm. 

Es kommt zu einer Verstopfung mit unverdauten Knochenresten, die evtl. operativ behoben werden muss. 

Knochenkot erkennst Du daran, dass Dein Hund beim Lösen Schmerzen hat und nur kleine Kotmengen mit Blut vermischt absetzt.


Nach der Umstellung auf BARF riecht Dein Hund noch unangenehmer als vorher? 

Dann liegt es daran, dass er jetzt entgiftet und die ganzen chemischen Zusatzstoffe vom Industrie-Futter abbaut und ausscheidet. 

Dieser Prozess kann leider mehrere Wochen dauern, je nachdem wie viele Altlasten er noch im Körper hat.

Ist barfen gefährlich für den Hund? - Vorurteile ausgeräumt!

Es halten sich viele Vorurteile hartnäckig, wenn es um das Hundebarfen geht.

Manche davon werden gezielt von der Futterindustrie verbreitet.

Hunde werden von BARF aggressiv. 

Es ist eher das Gegenteil der Fall, weil diese Hunde nun kein ungeeignetes Futter mehr bekommen.

Dadurch wird ihr Organismus entlastet und die Hunde fühlen sich wohler, sind wesentlich entspannter und zufriedener.

Hunde die rohes Fleisch fressen, bekommen Würmer. 

Hiesiges Fleisch und Innereien sind für den menschlichen Verbrauch gedacht und das enthält in der Regel keine Würmer und gefrorenes Fleisch schon mal gar nicht.

Schon in den Schlachthöfen wird das Fleisch auf Wurmbefall und Parasiten überprüft.

Hunde bekommen mit BARF nicht genügend Vitamine und Mineralstoffe. 

Wenn Du Deinen Hund, wie beschrieben ernährst, dann bekommt er eine gesunde und artgerechte Ernährung mit Fleisch, Innereien, Knochen, Gemüse, Obst, etc.

Darin ist alles enthalten was er für seine Gesundheit braucht.

TIPPS & Tricks - Wie Du Deinen Hund ganz einfach auf BARF umstellst

Grundsätzlich kann jeder gesunde Hund - ob Welpe ab 2 Monaten oder Senior - von Industrie-Futter auf BARF umgestellt werden.

Es könnte aber sein, dass Dein pelziger Freund durch das jahrelange Fressen von Industrie-Futter an Geschmacksverstärker gewöhnt ist.

Jetzt schmeckt das BARF natürlich etwas fad und langweilig und Dein Hund lässt es nach einer Kostprobe unangetastet im Napf liegen. 

TIPP:
Nach 5 Minuten Futterverweigerung nimmst Du den Napf und stellst ihn weg. Erst zur nächsten Mahlzeit stellst Du es ihm wieder hin.

Jetzt müsste er so hungrig sein, dass er das BARF frisst.

Wenn er sich nun immer noch weigert, dann mischst Du das BARF einfach unter sein gewohntes Futter und erhöhst dann ständig den BARF-Anteil.

Diese langsame Umgewöhnung bietet sich auch bei älteren Hunden an.

Wenn Dein Hund nur gekochtes Fleisch fressen möchte, dann kannst Du das Fleisch am Anfang ruhig kochen.

TIPP:
Du kochst es bei der nächsten Mahlzeit etwas weniger lang. Dann noch weniger und so weiter, bis es ganz roh bleibt.

So kann sich sein Verdauungsapparat auch besser auf rohes Fleisch einstellen. 

Du willst Deinen gesunden Hund von heute auf morgen auf BARF umstellen? Das ist natürlich auch möglich.

TIPP:
Am besten lässt Du Deinen Hund, auch wenn es schwerfällt, einen Tag hungern. Dann ist sein Darm leer und sein Verdauungsapparat kann sich leichter auf die rohe Kost einstellen.

Du fängst die Umstellung auf Barfen am besten mit magerem und leicht verdaulichem Fleisch, z.B. Hähnchen oder Pute an.

TIPP:
Du beginnst mit Hackfleisch und lässt die Stücke dann langsam immer größer werden. 

Am Anfang der Barf-Umstellung gibst Du Deinem Hund noch keine großen Knochen, da sich das Verdauungssystem erst an diese gewöhnen muss.

Du bietest ihm zuerst Kalbsknorpel und Geflügelhälse an und beobachtest Deinen Hund, ob er auch richtig darauf kaut. Wenn das gut klappt, kannst Du ihm größere Knochen und Knorpel geben.

TIPP:
Den Knochen erst nach der Mahlzeit geben, denn dann klappt die Verdauung besser. Knochenkot wird vermieden, weil der Hund nicht zu viel Knochen fressen wird, weil er von der Mahlzeit schon satt ist.

Wenn Du tiefer in das Thema Barfen eintauchen möchtest, gibt es dafür ein hilfreiches Taschenbuch, worin schnell und einfach zahlreiche Rezepte nachgeschlagen werden können. Hier kannst Du es versandfrei bestellen.

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