Mein Hund muss abnehmen

Mein Hund muss abnehmen – was füttern?

Übergewicht bei Hunden ist ein weit verbreitetes und auch ernstzunehmendes Problem, denn fast jeder dritte Hund ist zu dick. Die überschüssigen Pfunde oder gar Kilos beeinträchtigen nämlich nicht nur die Optik, sondern auch die Gesundheit Deiner Fellnase.

Dein Hund muss abnehmen? Was tun, wenn Du Deinen Hund auf Diät setzen musst?

Du kennst es bestimmt von Dir: Abnehmen ist gar nicht so einfach und die schnellen und radikalen Diäten bringen auf Dauer nur einen Jo-Jo-Effekt. Du solltest also strategisch vorgehen, damit Dein Hund gesund und auch dauerhaft abnimmt.

Im folgenden Bericht erläutern wir Dir, wie gefährlich Übergewicht beim Hund sein kann und woran Du Übergewicht beim Hund erkennen kannst.

Außerdem erklären wir Dir, wie hoch die Futtermenge und Kalorienzufuhr sein sollte, damit Dein Hund dauerhaft abnimmt und nach der Diät nicht wieder zunimmt.

Zusätzlich zeigen wir Dir noch, welches Hundefutter für eine Diät geeignet ist und geben Dir einfache Tipps, wie Du Deinem Hund beim Abnehmen helfen kannst.

Dicker Hund muss abnehmen

Mein Hund muss abnehmen – 5 Tipps wie es garantiert gelingt

1. Vor der Diät

Du wirst die Abnehm-Erfolge Deines Hundes besser erkennen können, wenn Du ihn vor der Diät wiegst und ein Foto machst.

Auch zwischendurch immer mal wiegen und ein Foto machen und Du wirst sehen, wie er immer leichter und schlanker wird.

2. Wiegen

Wenn Dein Hund nicht zu groß und zu schwer ist, kannst Du ganz einfach sein Gewicht auf einer normalen Personenwaage feststellen.

Du stellst Dich erst alleine auf die Waage und merkst Dir Dein Gewicht.

Dann nimmst Du Deinen Hund auf den Arm und stellst Dich erneut auf die Waage.

Das was die Waage jetzt an Mehrgewicht anzeigt, also die Differenz zu Deinem eigenen Gewicht, ist das Gewicht des Hundes.

3. Bewegung

Es ist bei einer Diät immer gut, nicht nur die Energiezufuhr zu reduzieren.

Mit einer gleichzeitig gesteigerten Bewegung klappt es mit dem Abnehmen noch besser.

Wenn Dein pelziger Freund allerdings sehr dick geworden ist, musst Du auch die Bewegungseinheiten ganz langsam steigern, damit seine Gelenke geschont werden.

Auf keinen Fall solltest Du Deinen viel zu dicken Hund springen lassen.

4. Nicht zu schnell abnehmen

Dein Hund sollte nicht zu schnell, sondern langsam und stetig Gewicht verlieren.

Am gesündesten für ihn ist es, wenn er ca. 1% von seinem Gewicht in der Woche verliert.

Das wären bei einem Hund von ca. 10kg Gewicht, in der Woche ca. 100g Gewichtsabnahme.

5. Nach der Diät

Jetzt heißt es: Gewicht halten! Also nicht wieder in alte Gewohnheiten verfallen und bequem werden.

Weiterhin auf die Kalorien achten und lange Spaziergänge mit viel Bewegung unternehmen.

Du solltest Deinen Hund auch weiterhin regelmäßig wiegen, damit Du schon bei einer kleinen Gewichtszunahme einschreiten kannst.

Denke immer daran, dass ein schlanker Hund gesünder ist und länger lebt.

Wann muss ein Hund eine Diät machen?

Mein Hund ist zu dick – ist das gefährlich?

Diese Frage muss eindeutig mit JA beantwortet werden, denn Übergewicht beim Hund birgt das Risiko von vielen Krankheiten und schmälert auch seine Fitness und Lebensfreude.

Folgende Krankheiten & Beschwerden treten am häufigsten durch Übergewicht beim Hund auf:

Diabetes

Diese Zuckerkrankheit beim Hund tritt bei übergewichtigen Hunden vermehrt auf. Hier erfährst Du mehr über Diabetes beim Hund!

Gelenke

Durch Übergewicht steigt das Risiko einer Arthrose-Erkrankung, weil die Gelenke stärker beansprucht werden.

Herz und Kreislauf

Durch das höhere Gewicht werden Herz und Kreislauf zusätzlich belastet und es kommt dadurch zu Atemproblemen.

Hitzeprobleme

Wie bei den Menschen auch, leiden dicke Hunde besonders im Sommer unter hohen Temperaturen.

Immunsystem

Es kommt durch das Übergewicht zu vermehrten Infektionen, da das Immunsystem geschwächt wird und die Widerstandskraft gegen Krankheitserreger stark herabgesetzt ist.

Innere Organe

Es kann zu reduzierten Funktionen von Leber und Nieren kommen, wenn der Hund zu dick ist.

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung von übergewichtigen Hunden sinkt und verkürzt sich im Schnitt um ca. 2 Jahre.

Narkose-Probleme

Muss ein zu dicker Hund operiert werden, kann es zu einem erhöhten Narkose-Risiko kommen.

Tumore

Bösartige Krebserkrankungen beim Hund treten häufiger auf, wenn der Hund zu dick ist.

Verdauung

Verdauungsprobleme, wie z.B. Verstopfung kommen auch sehr häufig bei übergewichtigen Hunden vor.

5 Symptome an denen man Übergewichtigkeit beim Hund erkennt

Um festzustellen, ob Dein pelziger Freund zu dick ist, musst Du ihn Dir zuerst einmal ganz genau ansehen.

An folgenden 5 äußeren Merkmalen kannst Du sehr gut einschätzen, ob Dein Hund zu dick ist oder ob er Normal- oder sogar Idealgewicht hat:

Bauch

Auf gar keinen Fall darf der Bauch vom Hund herunterhängen.

Ist das der Fall, ist der Hund zu dick und muss abnehmen.

Rippen

Bei Hunden mit kurzem Fell sollten die Rippen gut zu erkennen sein.

Wenn Du mit Deinen Fingern über den Brustkorb vom Hund gleitest, dann solltest Du, ohne Druck auszuüben, deutlich seine Rippen zählen können. 

Wenn das nur mit größerem Druck gelingt, dann ist Dein Hund zu dick.

Schwanz

Wenn um die Schwanzwurzel herum Fettschichten zu erkennen sind, dann ist der Hund zu dick.

Taille

Im Idealfall kannst Du deutlich die Einziehung zwischen Hüfte und Brustkorb sehen, wenn Du Deinen Hund von oben und von hinten betrachtest.

Bei Hunden mit kurzem Fell kannst Du diese Einziehung gut sehen, bei langhaarigen Hunden musst Du mit Deinen Fingern nachfühlen.

Wenn Dein Hund keine deutlich erkennbare Taille besitzt, dann ist er zu dick.

Verhalten

Ein zu dicker Hund verlangt ständig nach Futter und schläft lieber, als zu spielen.

Schon bei kurzen Spaziergängen fängt ein übergewichtiger Hund an zu keuchen.

Schnelles Laufen fällt sehr schwer und Treppensteigen geht gar nicht mehr oder nur noch mit großer Mühe.

Wenn einige dieser Merkmale bei Deinem Hund zutreffen, dann solltest Du ihn möglichst bald auf Diät setzen.

Dicker Hund mit Übergewicht

9 Ursachen die dazu führen können, dass Dein Hund Übergewicht hat

Du solltest Dir die Frage stellen: „Wie ist es dazu gekommen, dass mein Hund so dick geworden ist?“

Vielleicht liegt es an folgenden Gründen:

Fütterst Du zuviel?

Du könntest einmal alles aufschreiben, was und wieviel Du Deinem Hund am Tag zu fressen gibst. So hast Du eine bessere Übersicht seiner Kalorienzufuhr.

Belohnst Du ihn mit zuviel Leckerlis?

Auch die gegebenen Leckerlis solltest Du aufschreiben, um dann die Kalorien zu ermitteln. Meistens handelt es sich bei Leckerlis um wahre Kalorienbomben.

Füttern ihn evtl. noch andere Personen?

Vielleicht stecken die Kinder oder der Nachbar dem Hund heimlich Leckerlis zu?

Bewegt er sich nicht genug?

Gehst Du regelmäßig mit ihm ins Grüne, Gassi?

Ist evtl. eine Krankheit der Grund für das Übergewicht?

Krankheiten, wie z.B. Nebennieren- oder Schilddrüsen-Funktionsstörungen, aber auch Gelenkschmerzen können zu Übergewicht beim Hund führen.

Liegt es evtl. an Medikamenten?

Bei der Einnahme von z.B. Kortison kommt es häufig zu Übergewicht.

Kann es an der Rasse liegen?

Es gibt einige Hunderassen, die schneller dick werden als andere Rassen, wie z.B. Beagle, Dackel, Retriever, etc.

Wurde der Hund kastriert?

Nach einer Kastration verändern sich Hunde. Sie verlieren ihre Aktivität und werden häufig dick.

Ist es das Alter?

Es kann auch am zunehmenden Alter liegen, wenn ein Hund dick wird.

In den allermeisten Fällen entsteht Übergewicht beim Hund dadurch, dass er mehr Kalorien aufnimmt als er durch Bewegung verbraucht. Diese nicht verbrauchten Kalorien werden vom Körper dann in Fett-Depots gelagert.

Mein Hund ist zu fett

So berechnest Du den täglichen Kalorienbedarf von Deinem Hund

Um den Kalorienbedarf von Deinem Hund zu berechnen, benötigst Du zuerst seinen Grundumsatz. Dieser Grundumsatz an Kalorien wird ohne Bewegung verbraucht, alleine um die Körperfunktionen aufrecht zu erhalten.

Der Grundumsatz an Kalorien wird folgendermaßen berechnet:

  • Der Hund hat ein Gewicht von 10kg
  • Dieses Gewicht von 10kg wird mit 30 multipliziert 10 x 30 = 300
  • Zum Ergebnis wird die Zahl 70 dazu gerechnet 10 x 30 = 300 + 70 = 370
  • Der Grundumsatz für einen Hund von 10kg = 370 Kalorien pro Tag

Der Kalorienbedarf für einen erwachsenen Hund mit normaler Aktivität wird folgendermaßen berechnet:

  • Der bereits errechnete Grundumsatz für einen Hund von 10kg beträgt 370 Kalorien pro Tag
  • Diese 370 Kalorien werden mit 1,6 multipliziert. 370 x 1,6 = 592
  • Der Energiebedarf für diesen 10kg schweren Hund beträgt also 592 Kalorien pro Tag

Einfacher ist diese Rechnung:

  • Bei Nassfutter sollten ca. 5% vom Körpergewicht verfüttert werden.
  • Bei einem Hund von 10 kg wären das dann ca. 500 g Nassfutter* pro Tag.
  • Bei Trockenfutter sollten ca. 1,5% vom Körpergewicht verfüttert werden.
  • Bei einem Hund von 10kg wären das dann ca. 150g Trockenfutter* pro Tag.
  • List Element

*Hier solltest Du aber bedenken, dass je nach Hundefutter-Anbieter die Kalorienmenge schwankt.

Wie viele Kalorien sollte ein Hund bei einer Diät zu sich nehmen?

Wenn Dein Hund zu dick ist und eine Diät machen muss, werden die Kalorien reduziert und er bekommt nur ca. 60% von seinem normalen Kalorienbedarf.Das bedeutet bei einem erwachsenen Hund mit normaler Aktivität und einem Gewicht von 10kg:

  • Täglicher normaler Energiebedarf = 592 Kalorien pro Tag60% von 592 = 355 Kalorien pro Tag.
  • Bei einer Diät darf der 10 kg schwere Hund nur noch ca. 355 Kalorien pro Tag fressen.

ACHTUNG: Du solltest auch auf keinen Fall eine FDH(FrissDieHälfte)-Diät für Deinen Hund planen und ihm nur noch die Hälfte seiner gewohnten Futterration geben.

Er bekommt auf diese Weise nicht nur die Hälfte vom Futter, sondern auch nur die Hälfte aller Vitamine, Mineralien und sonstigen Nährstoffe. Es wird bei dieser Art von Diät unweigerlich zu Mangelerscheinungen beim Hund kommen.

Welches Diät-Hunde-Futter kaufen, damit der Hund schnell abnimmt?

Dein Hund muss abnehmen? Welches Trockenfutter oder welches Nassfutter sollte er jetzt fressen? Und wie ist es mit den Leckerlis?

Leckerlis:

Zuerst werden die kalorienreichen Leckerlis vom Speiseplan gestrichen oder wenigstens stark reduziert. Wenn Du den bittenden Augen Deiner Fellnase aber nicht widerstehen kannst: Im Handel gibt es auch spezielle Diät-Leckerlis. Die schmecken dem Hund sehr und helfen sogar wenn der Hund Mundgeruch hat.

Auch gute Rinder-Kau-Snacks aus deutscher Herstellung kannst Du Deinem Hund als kalorienarmes Leckerli für zwischendurch anbieten.

TIPP: Gesunde Leckerlis, in Form von Möhrenstückchen, Apfelspalten und/oder Gurkenscheiben sind eine gute und kalorienarme Alternative, die Du Deinem pelzigen Freund zwischendurch mit gutem Gewissen geben darfst.

Diät-Futter:

Ein spezielles Diät-Futter für den übergewichtigen Hund zeichnet sich aus, durch einen hohen Eiweiß(Protein)-Gehalt, einen reduzierten Fett- und Zuckergehalt, hochwertige Öle und alle nötigen Vitamine, Spurenelemente und Mineralien.

Bei den im Handel angebotenen Lightprodukten solltest Du trotzdem mal auf den Kaloriengehalt gucken, denn manche Hersteller verkaufen Light-Hundefutter, welches trotzdem viel zu viele Kalorien enthält.

Es gibt aber auch sehr gute Diät-Futter für Hunde, die sogar von Tierärzten empfohlen werden. Sie enthalten wenig Kalorien, aber alle Nährstoffe die Dein Hund für ein gesundes Leben benötigt. Sie werden als Diät-Trocken-Futter und als Diät-Nass-Futter angeboten. Dieses Diät-Nass-Futter wurde beim Öko-Test von 12 Diät-Nass-Futtern mit „sehr gut“ benotet und wurde Test-Sieger.

Da diese Diät-Futter weniger Kalorien, dafür aber viele Ballaststoffe enthalten, ist der Napf trotzdem voll und Deine Fellnase wird auch satt davon. Das bedeutet, dass Dein Hund Gewicht abnimmt, ohne hungern zu müssen.

Diät-Hunde-Futter selber kochen – Was beachtet werden sollte

Dein Hund muss abnehmen und Du möchtest Hundefutter selber kochen? Kein Problem, wenn Du bei den Zutaten konsequent bleibst und Dich auch an die Futtermengen hältst.

Selbst gekochtes Diät-Hunde-Futter ist allerdings meist nicht wesentlich preiswerter als fertig gekauftes Diät-Futter und die Herstellung ist zeitaufwändig. Schwierig wird es auch, alle vom Hund benötigten Nährstoffe in einer Mahlzeit zu vereinen. Wenn Du Deine Fellnase aber gerne selbst bekochst, dann haben wir hier viele leckere Hundefutter-Rezeptideen für Dich.

Was sollte in einer Diät-Mahlzeit enthalten sein?

Die selbstgekochte Hunde-Mahlzeit sollte aus Proteinen/Eiweiß in Form von frischem, sehr magerem und kleingeschnittenen Fleisch oder Fisch bestehen.

Außerdem sollten noch Kohlenhydrate in Form von gekochtem Reis oder gekochten Kartoffeln enthalten sein. Gekochtes Gemüse, etwas Obst und 1 Löffel voll hochwertiges Öl vervollständigen eine gesunde Hunde-Mahlzeit.

ACHTUNG: Wenn Du Schweinefleisch verfüttern möchtest, achte unbedingt darauf, dass es völlig durchgegart ist! Niemals rohes Schweinefleisch verfüttern, weil dadurch der für Hunde tödliche Aujeszky-Virus übertragen werden kann.

Alternative Proteinquellen

Hochwertiges, gut verträgliches Eiweiß ist auch in Eiern enthalten. Milch und Milchprodukte enthalten ebenfalls hochwertiges Eiweiß, jedoch können es viele Hunde nicht vertragen. Ein weiterer Eiweißlieferant könnten Hülsenfrüchte, wie z.B. Linsen sein.

Keine Probleme gibt es beim Füttern von Quark und Hüttenkäse.

Welches Obst und Gemüse sind geeignet?

Die meisten Hunde mögen gerne kleingeschnittene Äpfel und Bananen. Beim Gemüse sind Möhren (Karotten, Wurzeln) sehr beliebt, die roh oder gekocht verfüttert werden können.

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