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Gepostet in Hundeerziehung | 3 Kommentare

Hundeerziehung – Die wichtigsten Grundlagen

Hundeerziehung – Die wichtigsten Grundlagen


Die Grundsteine für eine erfolgreiche Hundeerziehung sind Konsequenz, Geduld und das richtige Belohnen.

Grundlegend gilt es zu beachten, dass alles was sich für den Hund lohnt, ihn bestärken wird, dies erneut zu tun. Alles was sich für den Hund nicht lohnt, wird er in Zukunft vermeiden. Nach diesem Prinzip ist theoretisch auch keine Bestrafung nötig.

 

Konsequenz ist der Zenit der Hundeerziehung

Konsequenz ist der wichtigste Baustein, einer erfolgreichen Hundeerziehung. Wer stets konsequent ist wird schnell mit einem gehorsamen Hund belohnt. So lohnt es sich zum Beispiel nicht, dem Hund heute etwas durchgehen zu lassen und am nächsten Tag wieder nicht.

Wenn der Hund etwas gut macht, muss man ihn konsequent loben, aber wenn er etwas nicht darf, muss man ihm dies konsequent verbieten. Dem Hund ist nicht geholfen, wenn er heute ausnahmsweise aufs Sofa darf, morgen aber wieder nicht. Er wird es nicht begreifen. Wenn Sie nicht wollen, dass der Hund aufs Sofa geht, müssen Sie ihm dies konsequent verbieten, ohne Ausnahmen.

Bettelt der Hund am Tisch und bekommt an dem einen Tag doch etwas, lernt er höchstens, dass es sich lohnt ausdauernd im Betteln zu sein. Wenn Sie nicht wollen, dass er am Tisch bettelt, müssen Sie konsequent sein und dürfen ihm NIE etwas vom Tisch geben.

Ein weiteres Beispiel ist, wenn Sie mit Ihrem Hund die Leinenführung trainieren, so bringt es nichts an dem einen Tag das Training Konsequent durchzuziehen, jedoch am anderen z.B. auf Grund von Eile oder Zeitmangel das Ziehen an der Leine zu tolerieren.

Insbesondere bei Welpen lassen viele Menschen ihrem Hund vieles durchgehen, da der Welpe ja so süß ist. Besonders in der Welpenphase ist der Hund besonders lernfähig. Lernt dieser in dieser Zeit, dass sein Frauchen oder Herrchen inkonsequent ist, wird es umso schwieriger ihm das in der Welpenphase „antrainierten“ Fehlverhalten wieder abzugewöhnen.

 

Geduld ist ein essentieller Baustein der Hundeerziehung

Die ausreichende Geduld des Hundehalters ist ebenso ein essentieller Grundbaustein der Hundeerziehung. Haben Sie also bei der Hundeerziehung ausreichend Geduld, da Ihr Hund eine Weile braucht um verschiedene Dinge zu verstehen oder zu lernen.

Sie können von Ihrem Hund nicht erwarten, dass er von einem Tag auf den andren zum Beispiel perfekt bei Fuß laufen kann oder nicht am Tisch bettelt. Insbesondere, wenn Sie nicht konsequent sind.

Auch nützt es nichts, den Hund zu überforden, indem Sie mehrere Stunden am Stück mit ihm trainieren. Auch dieser hat bloß eine begrenzte Aufmerksamkeit oder Konzentration. Trainieren Sie also lieber täglich konsequent und geduldig, anstelle von einmal die Woche für mehrere Stunden.

 

Erfolgreiche Hundeerziehung durch Richtiges Loben

Wichtig ist das Loben des Hundes, welches unmittelbar geschehen sollte, wenn er etwas richtig macht. Unmittelbar aus dem Grund, da der Hund nach zum Beispiel einer Minute nicht mehr weiß, dass das Lob aufgrund des vor einer Minute gezeigten Verhaltens geschieht und ggf. etwas anderes mit dem Lob in Verbindung bring.

Weiter lernt der Hund wesentlich besser und schneller durch Lob, als durch Tadel, da der Hund bei Bestrafung möglicherweise merkt, dass er etwas falsch gemacht hat, jedoch nicht weiß, welche Reaktion er anstelle dessen hätte bringen sollen.

Welches nicht heißt, dass man seinen Hund für starkes Fehlverhalten nicht bestrafen sollte. Zumindest nicht durch körperliche Züchtigung, sondern ggf. durch Entzug der Aufmerksamkeit, unterbrechen des Spieles oder Abbruch des geliebten Spazierganges.

Gewalt und Aggressivität führt eher dazu, dass Ihr Hund das Vertrauen in Sie verliert und es Ihnen möglicherweise umso schwerer fallen wird, Ihren Hund zu erziehen. Auch bringt es absolut nichts, nachtragend zu sein. Verfahren Sie also nach dem Prinzip: Aktion – Reaktion, ohne lange auf Ihren Hund böse zu sein.

 

Falsches und unbewusstes Belohnen ist der Hundeerziehungskiller

Möchten Sie zum Beispiel dem Hund das Bellen abgewöhnen, wenn es an der Tür klingelt, nützt es überhaupt nichts, ihn zum Beispiel zu streicheln, damit er sich beruhig, oder ihm einen Leckerli zu geben, damit er die Schnauze hält. So lernt der Hund ausschließlich, dass es sich lohnt zu bellen wenn es an der Tür klingelt, oder ähnliches.

Häufig geschieht dies unbewusst und man streichelt zum Beispiel den Hund, wenn er an einem Hochspringt und er fühlt sich für diese Handlung belohnt. Versuchen Sie also darauf zu achten!

 

Vermeiden Sie die Vermenschlichung Ihres Hundes

So verrückt es klingt, doch Ihr Hund ist kein Mensch! Seien sie sich stets bewusst, dass es weder Ihnen, noch Ihrem Hund hilft, wenn Sie ihn wie einen Menschen behandeln.

Wenn Sie Probleme oder Schwierigkeiten haben, Ihren Hund zu erziehen, scheuen Sie sich nicht, sich Hilfe zu holen. Sei es durch einen lokalen professionellen Hundetrainer, Hundeerziehungslektüre oder einem Online-Hundetraining, bevor Sie Ihren Hund zum Beispiel ins Tierheim bringen.

In den meisten Fällen ist nicht der Hund das Problem, sondern der Mensch, da er nicht weiß, wie man artgerecht mit seinem Hund kommuniziert.

3 Kommentare

  1. Super Beitrag! Vielen Dank für die hilfreichen Informationen!

    Liebe Grüße,
    Moni aus Heid

  2. Süper Beitrag,Danke für die vielen Tipps…

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