Anti Giftköder Training – Einfaches 3 Schritte Training – Anleitung

Anti Giftköder Training ist auf Grund durchgeknallter Hundehasser, welche z.B. Würstchen mit Gift, Nägeln oder Rasierklingen in der Gegend verteilen in aller Munde. Das Training verhindert jedoch nicht bloß, dass Dein Hund Giftköder oder weg geworfene Lebensmittel frisst, sondern auch das naschen von Kot und Aas.

Ein erfolgreiches Anti Giftköder Training erfolgt durch Belohnung und nicht durch Bestrafung. Wie in den Hundeerziehung Grundlagen beschreiben lernt Dein Hund durch Belohnung wesentlich besser als durch Strafe.

Wenn Du nämlich mit Bestrafung arbeitest, erzeugst du den Effekt, wie bei kleinen Kindern. Du kennst es! Alles was verboten ist, ist besonders attraktiv. So sorgst Du ausschließlich dafür, dass Dein Anti Giftköder Training keinen Erfolg hat, da Dein Hund ggf. in Deiner Anwesenheit gehorcht, jedoch das verbotene sodann eben heimlich macht.

Was benötige ich fürs Anti Giftköder Training?

Du benötigst für das Anti Giftköder Training ausschließlich eine Leine und Leckeris. Übe zu Anfang mit etwas, worauf Dein Hund nicht allzu scharf ist! Beginne also nicht direkt mit zum Beispiel Leberwurst, sondern beispielsweise mit normalen Hundefutter-Pellets. Im Späteren Verlauf kannst und solltest Du sodann mit besonders leckeren Dingen arbeiten, wie die Leberwurst oder Würstchen.

Anti Giftköder Training

Wie Trainiere ich mit meinem Hund, dass er keine Giftköder frisst?

Baue in Deinem Garten oder einer ruhigen Wiese einen „Parkur“ mit Leckeris auf. Lege diese an verschiedenen Stellen auf den Boden und markiere sie mit zum Beispiel einem Stöckchen oder ähnlichem, sodass Du auch erkennst wo diese liegen. Du kannst den „Trainings-Köder“ auch einfach auf Teller legen. So hast Du immer einen guten Überblick. Dein Hund kann Ruhig sehen, wo die Leckerlis liegen. Es ist nicht nötig, dass dies heimlich geschieht und du die Leckerlis versteckst.

Nun gehe den Leckerli-Pakur mit Deinem Hund an der Leine ab. Jedoch so, dass er die Leckerlies nicht direkt erreichen kann. Wenn er sodann zu den Leckerlis möchte und die Leine stramm zieht, warte einfach bis er mit dem Blick und der Aufmerksamkeit von dem Leckerli abweicht.

In diesem Moment belohnst Du ihn, mit genau dem selben Leckerli, welches am Boden liegt.

So lernt Dein Hund schnell, dass es überhaupt nicht nötig ist, zum Leckerli am Boden zu gehen, um es zu fressen, sondern dass es in dem Moment, wo er es Wahrnimmt sich einfach bloß zu Dir umdrehen braucht um das selbe Leckerli, wie am Boden zu bekommen.

Wenn soweit alles Klappt und Dein Hundi erste Fortschritte macht, kannst du diesen Vorgang mit besonders leckeren Dingen, wie Würstchen wiederholen.

Klappt auch dies, so kannst du das Anti Giftköder Training ohne die Leine weiter machen und den Köder-Pakur erneut ablaufen.

Ist das Giftköder Training tatsächlich so einfach?

Ja! Es klingt verblüffend einfach und Du hast sicher geglaubt, dass das Anit Giftköder Training besonders aufwendig und schwierig ist. Doch das ist es nicht!

Probiere es aus und trainiere regelmäßig mit Deinem Hund, wie oben beschrieben. Du wirst schnell feststellen, dass Dein Hund sobald er etwas leckeres wittert Dir anstatt dem, was am Boden liegt seine Aufmerksamkeit schenkt. Achte sodann darauf, dass Du beim Gassi-Gehen auch ein paar Leckerlis einstecken hast, sodass Du Deinen Hund sodann auch außerhalb des Trainings belohnen kannst.

Wie erkenne ich, dass mein Hund Giftköder gefressen hat?

Im Grunde gibt es zur frühzeitigen Feststellung keinerlei Anzeichen, außer dass der Hund irgendwie anders ist. Er sitzt oder liegt apathisch in der Ecke und ist irgendwie komisch drauf. Ggf. schwankt er und ist nicht mehr ganz fit auf den Beinen und macht einen müden und trägen eindruck.

Anzeichen bei fortgeschrittener Vergiftung sind das spucken von Blut oder Blut in den Augen.

Hast Du das Gefühl, dass Dein Hundi Giftköder mit Rattengift gefressen hat und stellst oben genannte Symptome fest, vergeude keinerlei Zeit und bringe ihn auf direktem Weg zum Tierarzt.

Rattengift hat den Vorteil, dass es verzögert wirkt und man eben dann erste Anzeichen erkennen und handeln kann. Es kann sogar ein bis zwei Tage dauern, bis das Gift in voller Kraft wirkt. So hat man die Chance dem Hund beim Tierarzt ein gegengift spritzen zu lassen, welches das innere verbluten des Tieres verhindert. Spuckt der Hund jedoch bereits Blut, ist es möglicherweise zu spät.

Trainiere deshalb gründlich mit Deinem Hundi, sodass er vor Giftködern geschützt ist. Hat er etwas gefressen und Du hast nicht gesehen, was es war, beobachte ihn und sein Verhalten. Bist Du dir nicht 100% sicher und hast ein schlechtes Bauchgefühl, bringe Deinen Hundi trotzdem zum Tierarzt und lasse ihn mit Verdacht auf Rattengift-Konsum durch checken.

Das gegengift kann im Zweifelsfall auch prophylaktisch verabreicht werden. Hierbei handelt es sich zumeist um ein Vitamin, welches die Gerinnung des Blutes fördert. Rattengift hingegen bewirkt das Gegenteil und führt zum inneren Verbluten.

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