Hunde Tricks und Kommandos beibringen

Hund Tricks beibringen – Top 19 Hundetricks – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Du möchtest Deinem Hund Tricks beibringen?

Das ist eine sehr gute Idee, denn damit wird Eure Beziehung noch enger und vertrauensvoller werden.

Hier findest Du zahlreiche Schritt-für-Schritt-Anleitungen um Deinem Hund so schnell & einfach wie möglich Tricks beizubringen!


INHALTSVERZEICHNIS

Was du unbedingt wissen solltest, bevor du Deinem Hund Tricks beibringst!

Dein Hund liebt es, wenn er beschäftigt wird und danach mit einem Leckerli belohnt wird.
 
Beim Hundetricks lernen wird Deine Fellnase geistig und auch körperlich gefordert, was den meisten Hunden auch Spaß macht. Trotzdem solltest Du Dir nicht zu ehrgeizige Ziele setzen. Du musst überlegen, ob der jeweilige Trick auch für Deinen Hund geeignet ist.

Einige Hunde mögen es zum Beispiel nicht, wenn sie springen sollen oder auf dem Rücken liegen sollen. Wenn Dein Hund also eine Abneigung gegen gewisse Bewegungen hat, dann solltest Du ihn nicht dazu zwingen, denn das Einüben von Hundetricks wird nur Erfolg haben, wenn Ihr beide Spaß dabei habt.

Nicht alle Hunde lernen gleich schnell und es kann eine ganze Zeit dauern, bis Dein pelziger Freund begreift, was Du von ihm willst. Jeder Hund hat nämlich sein eigenes Lerntempo und das solltest Du respektieren.
 
Es wird auch Tage geben, an denen Dein Hund einfach keine Lust zum Einüben von Hundetricks hat. Wenn ihm die Motivation mal fehlt oder der Trick nicht gelingt, dann solltest Du das Schimpfen und Bestrafen unbedingt vermeiden! Mit viel Geduld und Beharrlichkeit solltest Du jeden Hundetrick ganz behutsam und Schritt für Schritt einüben.

Am besten übt Ihr beiden zu Hause, wo Ihr ungestört seid. Dort wird Dein Hund nicht abgelenkt und er kann sich besser konzentrieren als draußen.
Die schnellsten Erfolge werdet Ihr beiden haben, wenn Du Deine Fellnase mit Leckerlis oder ganz vielen Streicheleinheiten für jeden Fortschritt belohnst.

So sollte übrigens jede Trainingseinheit enden: Mit einem Erfolgserlebnis und einer Belohnung!

Nachfolgend geben wir Dir Tipps und Anregungen was Du alles beachten solltest, wenn Du Deinem Hund Tricks beibringen willst. Wir erläutern Dir die Vorteile, warum das Trainieren von Hundetricks gut für Deinen Hund ist. Außerdem erklären wir Dir Schritt für Schritt 19 der beliebtesten Hundetricks, mit einem Schwierigkeitsgrad von ganz einfach bis anspruchsvoll.

Wie kann ich meinem Hund tricks beibringen?

Warum Du Deinem Hund Tricks beibringen solltest

Viele Hunde können auf Kommando kleine Tricks und Kunststückchen vorführen und haben Spaß daran. Wenn Du noch am Überlegen bist, ob das auch etwas für Deinen Hund wäre, dann können wir Dir vielleicht bei der Entscheidung helfen. Denn dem Hund Tricks beibringen, birgt einige Vorteile:

Besuchern die Angst vorm Hund nehmen

Wenn Dein Hund vor ängstlichen Menschen eine Rolle macht oder ihnen Pfötchen gibt, wird er nicht mehr so gefährlich wirken. Personen, die Angst vor Hunden haben, werden sich in seiner Gegenwart dann sicherer und wohler fühlen.

Erfolgserlebnisse führen zu mehr Selbstbewusstsein

Jeder Erfolg, den Dein Hund beim Einüben von Hundetricks erlebt, macht ihn nicht nur glücklich, sondern es fördert auch sein Selbstbewusstsein. Er wird nicht mehr so ängstlich reagieren, wenn er etwas Neues erlebt. Aus diesem Grund sollte jedes Training mit einem Erfolgserlebnis für Deinen Hund abgeschlossen werden.

Geistige und körperliche Auslastung

Dein Hund ist ein neugieriges Wesen und freut sich über eine anspruchsvolle Beschäftigung. Wenn das Einüben von Hundetricks dann noch erfolgreich ist, wird er zufrieden und ausgeglichen sein.

Vertrauen stärken

Durch die intensive Beschäftigung miteinander, werdet Ihr mit der Zeit viel besser kommunizieren können. Eure Bindung wird vertrauter und stärker sein und Ihr werdet ein eingespieltes und erfolgreiches Team sein.

Einfache und schwere Hundetricks

Was gibt es zu beachten, wenn man Hunden Tricks beibringt?

  • Dein Hund sollte gesund sein und schon die Grundkommandos, wie z.B. „Sitz“, „Platz“ und „Bleib“ beherrschen, bevor Du damit beginnst, Ihm Hundetricks beizubringen.
  • Beginne mit den einfachsten Hundetricks, damit Dein Hund Erfolgserlebnisse hat.
  • Jeder Trick sollte mit einem kurzen Kommando in freundlichem Ton und einer gleichzeitigen Geste Deiner Hände abgefordert werden. Wenn Dein Hund den Trick später sicher beherrscht, wird er ihn schon alleine durch diese Geste ausführen.
  • Welpen lernen schneller Hundetricks als ältere Hunde und haben meist auch mehr Spaß dabei.
  • Jeder Erfolg sollte direkt belohnt werden, damit Dein Hund das Lob auch zuordnen kann. Entweder durch Leckerlis oder durch Streicheleinheiten.
  • Du solltest immer die gleiche Abfolge bei einem Trick einhalten, damit Deine Fellnase genau weiß, was Du von ihr erwartest.
  • Keine zu langen Trainingseinheiten, das könnte Deinen Hund überfordern und er verliert die Lust daran. Regelmäßig und kurz sollten die Übungen ausgeführt werden.
  • Nicht sofort nach dem Fressen mit dem Training beginnen. Mit vollem Bauch trainiert es sich nicht so gut. Aber auch ein hungriger Hund lernt nicht gerne.
  • Übe keinen Druck auf Deinen pelzigen Freund aus. Bleibe geduldig und freundlich, auch wenn es nicht so schnell voran geht, wie Du gerne möchtest. Auch Deine liebe Fellnase hat mal einen schlechten Tag.
  • Nicht jeder Hundetrick eignet sich für jeden Hund. Manche Hunde sind zerstreut und können sich nicht so gut konzentrieren. Es gibt bei Hunden aber auch besonders intelligente Rassen, z.B. Schäferhunde. Diese Hunde begreifen auch anspruchsvollere Tricks schneller. Aber nicht nur der geistige, sondern auch der körperliche Zustand, wie z.B. Übergewicht sollte bei einigen Tricks nicht außer Acht gelassen werden.
Hundetricks einfach für Anfänger

Wie kann ich meinem Hund Tricks beibringen?

Wenn Du Deinem Hund Tricks beibringen willst, sollte er die folgenden Basis-Kommandos beherrschen, weil die meisten Tricks darauf aufbauen.

Das Einüben von Hundetricks gelingt am besten in einer ruhigen Umgebung, wie z.B. in einem ruhigen Zimmer, wo Ihr beiden nicht gestört werdet. Ein paar Leckerlis zur Belohnung solltest Du natürlich auch griffbereit haben.

Die ersten 3 Basis-Kommandos die jeder Hund können sollte

1. „Sitz!“

Du stellst Dich vor Deinen Hund und zeigst ihm ein Leckerli.

Jetzt sagst Du: „Sitz!“.

Dein Hund wird sich hinsetzen, wenn Du das Leckerli in Deiner Hand hochhebst und über seinen Kopf nach hinten Richtung Schwanz führst.

Berührt sein Hinterteil den Fußboden, sagst Du wieder: „Sitz!“ und er bekommt sein Leckerli. 

2. „Platz!“

Du nimmst ein Leckerli in die Hand und hockst Dich vor Deinen Hund.

Jetzt legst Du Deine Hand samt Leckerli auf den Fußboden und wartest, bis sich Dein Hund hinlegt.



Sobald er liegt sagst Du: „Platz!“ und gibst ihm das Leckerli.

3. „Bleib!“

„Bleib!“ ist anspruchsvoller und es dauert etwas, bis Dein Hund begriffen hat, dass er auf seinem Platz bleiben soll.

Für dieses Kommando sollte Dein Hund die Befehle „Sitz!“ und „Platz!“ schon beherrschen!


 
Du gehst mit ihm ein paar Schritte und bleibst dann stehen und sagst entweder: „Sitz!“ oder „Platz!“. Gehorcht Dein Hund und bleibt eine Zeitlang sitzen oder liegen, wird er gelobt.

Nun sagst Du: „Bleib!“ und gehst ein paar Schritte rückwärts von ihm fort. Dabei winkelst Du Deine Hand an, damit die Handfläche senkrecht nach vorne zeigt und wiederholst den Befehl: „Bleib!“.
 
Bleibt Deine Fellnase eine Zeit lang artig sitzen, dann lobst Du ihn und er bekommt ein Leckerli. Du kannst jetzt die Distanz zum Hund schrittweise vergrößern und nach einiger Übung wird er auf seinem Platz bleiben und auch dort warten, wenn er Dich nicht mehr sehen kann.
Hunde tricks schwer für fprtgeschrittene

Die 19 besten & beliebtesten Hundetricks für Anfänger und fortgeschrittene

Wir erklären Dir jetzt, wie Du Deinem pelzigen Freund mit viel Geduld, viel Spaß und vielen Leckerlis, die nachfolgenden Hundetricks beibringen kannst und zwar Schritt für Schritt:

1. „Gib Pfötchen!“ (Pfote geben beibringen)

Pfötchen geben ist wohl der beliebteste Hunde-Trick von allen. Er ist recht einfach und Dein Hund wird keine großen Schwierigkeiten haben, ihn zu erlernen.

Nach dem Befehl: „Sitz!“ kniest Du Dich vor Deinen Hund und sagst: „Gib Pfötchen!“. Dabei schiebst Du Deine Hand unter eine seiner Vorderpfoten und hebst diese hoch. Du wiederholst den Befehl und hebst wieder seine Pfote hoch.

Irgendwann wird er auf diesen Befehl dann von alleine seine Pfote hochheben und auf Deine ausgestreckte Hand legen. Sobald er dies tut, wird er sehr gelobt und bekommt das Leckerli.

2. „Gib mir 5!“ (High Five beibringen)

Wenn Dein Hund das Kommando „Gib Pfötchen!“ ausführen kann, könntest Du ihm auch diesen Hunde-Trick beibringen:
 
Dafür hältst Du Deine angewinkelte Hand mit der Handfläche senkrecht zu Deinem Hund und sagst: „Gib Pfötchen!“. Dein Hund wird wegen der anders gehaltenen Hand etwas irritiert sein, aber er wird nach einiger Zeit seine Pfote gegen Deine Hand bewegen. Tut er dies, sagst Du: „Gib mir 5!“ und belohnst ihn mit einem Leckerli.

Nach einigen Wiederholungen hat er auch dieses Kommando verinnerlicht

3. „Tschüss!“ (winken beibringen)

Wäre es nicht schön, wenn Dir Dein Hund zum Abschied zuwinkt?

Das Winken kannst Du z.B. mit dem Kommando „Tschüss!“ abfordern. Dafür muss Dein Hund aber schon das Kommando „Gib mir 5!“ beherrschen.
 
Du hältst Deine Handfläche wieder senkrecht in seine Richtung und sagst: „Gib mir 5!“ Wenn Dein Hund dann mit seiner Pfote Deine Hand berühren will, sagst Du: „Tschüss!“. Du ziehst Deine Hand weg, machst eine winkende Handbewegung und belohnst ihn.
 
Hebt Dein Hund nach einiger Übungszeit die Pfote auf dieses Kommando, belohnst Du ihn erst, wenn er mehrere Male die Pfote bewegt. Danach kannst Du es auch von weiter weg probieren. Bald wird er, wenn Du „Tschüss!“ sagst und zum Abschied winkst, mit seiner Pfote zurück winken.

4. „Mach Männchen!“ (Männchen machen beibringen)

Dieser Hundetrick ist überaus beliebt, erfordert aber eine gute Balance vom Hund. Für sehr große und schwere Hunde ist diese Übung nicht geeignet, da sie die Hinterlaufgelenke stark beansprucht. Für Welpen und noch nicht ausgewachsene Hunde ist dieser Trick ebenfalls nicht zu empfehlen.

Am besten sitzt er am Anfang mit dem Rücken zu einer Wand. Du gibst das Kommando „Sitz!“ und hältst mit einer Hand ein Leckerli dicht über seinen Kopf.
Nicht zu hoch halten, sonst steht Dein Hund auf, um an das Leckerli zu kommen. Für diesen Trick muss Dein Hund unbedingt sitzen bleiben.
 
Sobald er sich also im Sitzen aufrichtet und die Pfoten in Richtung Leckerli anhebt, lobst Du ihn und sagst: „Mach Männchen!“ und gibst ihm das Leckerli. Wenn er jetzt aufsteht, wiederholst die Kommandos solange, bis er auf seinem Hinterteil sitzt und die Vorderpfoten hoch aufgerichtet hat. Erst dann bekommt er ein weiteres Leckerli.

Etwas einfacher ist es für Deine Fellnase, wenn Du den Befehl „Gib Pfötchen!“ aussprichst. Dann nimmst Du mit der anderen Hand auch seine 2. Pfote und ziehst ihn langsam hoch.

5. „Rolle!“ (Rolle machen beibringen)

Ziel dieses Tricks ist, dass sich Dein Hund im Liegen einmal über den Rücken um die eigene Achse rollt. Das ist für ihn gar nicht so einfach und erfordert eine gewisse Geschicklichkeit.
 
Direkt vor dem Üben sollte Deine Fellnase nichts gefressen haben, da es sonst zu einer gefährlichen Magendrehung kommen könnte.

Das erste Kommando lautet: „Platz!“. Dein Hund liegt nun vor Dir und Du hältst ein Leckerli genau vor seine Nase. Jetzt führst Du dieses Leckerli hinter seinem Kopf entlang über seine Schulter. Dein Hund wird versuchen mit seiner Nase an dem Leckerli zu bleiben und wird nun auf der Seite liegen.

Du kannst ihn nun bei der Rolle unterstützen, indem Du ihn mit der anderen Hand weiterdrehst, so dass er wieder in der Ausgangsposition liegt. Du sagst das Kommando: „Rolle!“ und gibst ihm das Leckerli.

6. „Dreh Dich!“ (Twist / Pirouette beibringen)

Dieser Trick ist so ähnlich wie die Rolle, jedoch wird er im Stehen ausgeführt.
 
Du stehst vor Deinem ebenfalls stehenden Hund und hältst ihm ein Leckerli vor die Nase. Dieses Leckerli führst Du nun in einer Kreisbewegung um den Hund herum und dabei sagst Du: „Dreh Dich!“.

Hat sich Dein Hund einmal um die eigene Achse gedreht, belohnst Du ihn mit dem Leckerli und übst diesen Trick gleich noch einmal. Bald wird er sich auf das Kommando hin, auch aus weiterer Entfernung um sich selbst drehen.

7. „Kriech!“ (kriechen beibringen)

Dieser Hundetrick ist für Hunde mit Hüftproblemen nicht zu empfehlen!

Du kniest neben Deinem Hund und gibst den Befehl: „Platz!“. Wenn er neben Dir liegt, hältst Du ihm mit einer Hand ein Leckerli vor die Nase und ziehst es langsam und ganz dicht über dem Fußboden von ihm fort. Mit der anderen Hand übst Du ganz leichten Druck auf seinen Rücken aus, wenn er aufstehen will und sagst dabei: „Kriech!“.
 
Sobald er ein kleines Stück gekrochen oder gerobbt ist, bekommt er das Leckerli. Du wiederholst diese Übung solange, bis er eine längere Strecke auf Dich zu gekrochen kommt.

8. „Mach die Tür zu!“ (Tür zu machen beibringen)

Dieser Trick wird alle beeindrucken und Du brauchst bald nicht mehr aufzustehen, um die Türen zu schließen.

Du fängst am besten mit einem interessanten Gegenstand an, den Du an den unteren Teil der Tür klebst. Jetzt machst Du Deinen Hund darauf aufmerksam und zeigst mit der Hand darauf.
 
Wenn Dein Hund diesen Gegenstand nun untersucht und mit seinen Pfoten berührt, belohnst Du ihn und sagst: „Mach die Tür zu!“. Nach einigen erfolgreichen Übungen zeigst Du dann auf eine beliebige offene Tür und sagst wieder: „Mach die Tür zu!“.
 
Dein Hund wird die Tür mit seiner Pfote berühren, bekommt aber erst ein Leckerli, wenn die Tür sich schließt. Zuerst kannst Du ihm noch dabei helfen, aber nach einiger Zeit wird er sie kräftiger anstoßen und die Tür ist zu.

9. „Zick Zack!“ (Slalom durch die Beine beibringen)

Den meisten Hunden macht dieser Trick sehr viel Spaß. Für Deine Standsicherheit ist es allerdings besser, wenn Deine Fellnase Dir nur höchstens bis zum Knie reicht.

Du stellst Dich neben Deinen Hund und machst mit einem Bein einen Schritt nach vorne und verharrst so mit weit auseinander stehenden Beinen.
Steht Dein Hund auf Deiner linken Seite, dann stellst Du zuerst Dein rechtes Bein nach vorne und lockst ihn mit einem Leckerli durch Deine Beine auf die rechte Seite und sagst dabei: „Zick Zack!“.

Anschließend machst Du einen Schritt mit dem linken Bein nach vorne und lockst ihn mit dem Leckerli wieder auf die linke Seite mit dem Kommando: „Zick Zack!“. Hat Dein Hund das geschafft, hat er sich das Leckerli verdient.

Nach einiger Zeit wird sich Dein Hund auf dieses Kommando immer schneller, wie beim Slalom zwischen Deinen Beinen hindurch bewegen können.

10. „Spring!“ (Sprung durch die Arme beibringen)

Ziel dieser Übung ist der Sprung durch Deine zum Kreis geformten Arme. Dieser Trick wird anfangs am besten mit 2 Personen eingeübt.

Du kniest Dich auf den Boden vor Deinen Hund und formst mit Deinen Armen einen Kreis. Dein Hund steht vor Dir und wird von Deinem Helfer an der Leine durch diesen Armkreis geführt, evtl. auch leicht gezogen, wenn Du „Spring!“ sagst. Nach einiger Zeit wird Dein Hund auch ohne Leinenzug durch Deinen Armkreis gehen und dafür ein Leckerli bekommen.

Nun ist die Zeit gekommen, Deine Arme etwas höher zu halten und in der Luft einen Kreis zu formen. Auf den Befehl „Spring!“ wird Dein pelziger Freund nun auch durch den höheren Armkreis springen. Je nach Größe des Hundes muss die Entfernung zum Boden angepasst werden, denn ein Dackel kann natürlich nicht so hoch springen, wie ein Schäferhund.

11. „Schnapp!“ (fangen beibringen)

Bei diesem Hunde-Trick lernt Deine Fellnase, wie man ein Leckerli im Flug fängt. Auch hierfür ist Geduld angesagt, denn das Fangen muss auch gelernt sein.

Du wirfst Deinem Hund ein Leckerli aus kurzer Entfernung von oben direkt in Richtung Maul und sagst dabei: „Schnapp!“. Fängt er das Leckerli, hat er seine Belohnung. Fängt er es nicht, dann solltest Du schneller sein als er und das Leckerli wieder an Dich nehmen.
 
Klappt das Fangen mit dem Kommando „Schnapp!“ auf kurze Distanz, dann kannst Du diese langsam vergrößern. Wenn er die Leckerlis später auch aus größerer Entfernung fängt, kannst Du sie höher werfen, damit Dein Hund springen muss, um sie zu fangen.

Am besten eignen sich für die „Schnapp!“-Übungen mittelgroße Wurststücke, die Dein pelziger Freund auch gut erkennen kann.

12. „Verbeugen!“ (Diener - Verbeugung beibringen)

Du kannst Deinem Hund auch einen „Diener“, also eine Verbeugung beibringen. Hierfür steht er vor Dir mit gestreckten Hinterbeinen und abgesenktem Oberkörper. Diese Haltung nehmen viele Hund ein, wenn sie sich strecken.

Dein Hund steht vor Dir und Du lockst ihn mit Hilfe eines Leckerlis dazu, seinen Oberkörper in Richtung Fußboden zu bewegen. Dabei darf er seine Hinterbeine nicht einknicken. Wenn er dies versucht, kannst Du ihn mit der anderen Hand stützen. Er wird dann bald verstehen, dass er mit dem Hinterteil oben bleiben muss, um das Leckerli zu bekommen.
 
Hat er die gewünschte Position eingenommen, sagst Du „Verbeugen!“ und nach einigen Trainingseinheiten wird er auf dieses Kommando hin, dann einen „Diener“ machen.

13. „Wie liegt die Dame?“ (Pfoten kreuzen beibringen)

Ein besonders netter Trick für Hündinnen. Wenn Dein Hund schon gelernt hat, in der Platzstellung Pfötchen zu geben, dann klappt auch dieser Trick recht schnell.

Beim Kommando: „Wie liegt die Dame?“ soll Deine Fellnase eine Pfote über die andere legen, also die Pfoten überkreuzen. Du kniest vor Deinem liegenden Hund und lässt Dir sein Pfötchen geben. Nun führst Du dieses Pfötchen über die am Boden liegende Pfote und sagst: „Wie liegt die Dame?“.

Nach einigen Wiederholungen des Kommandos und dem Überkreuzen seiner Pfoten, wird er begriffen haben, was er tun soll. Auch hier gibt es natürlich ein Leckerli als Belohnung.

14. „Gib Bussi!“ (Kuss geben beibringen)

Dieser etwas feuchte Hundetrick ist ebenfalls sehr beliebt. Du kannst Deinem Hund beibringen, dass er Dir ein Küsschen auf die Wange gibt. Am einfachsten funktioniert dieser Trick mit Leberwurst.
 
Du tupfst Dir etwas Leberwurst auf die Wange, zeigst darauf und sagst: „Gib Bussi!“. Das wird Dein pelziger Freund dann auch gerne tun und im Nu ist die Leberwurst weg. Diese Übung wird sehr schnell vom Hund verstanden und nach einiger Zeit auch ohne Leberwurst ausgeführt.
 
Dann brauchst Du nur noch mit Deinen Fingern auf Deine Wange tippen und „Gib Bussi!“ sagen und Dein Hund wird Dir ein Küsschen geben.

15. „Peng!“ (Toter Hund - totstellen beibringen)

Dieser Trick ist schon etwas anspruchsvoller und verlangt viel Konzentration und Selbstbeherrschung von Deinem Hund.
 
Du kniest vor ihm, sagst: „Peng!“ und bringst ihn dazu, dass er auf der Seite liegt. Dafür bekommt er schon ein Leckerli. Das wird mehrmals geübt und nun muss er beim Kommando: „Peng!“ länger in der Seitenlage bleiben, bis er sein Leckerli bekommt.
 
Dann übt Ihr diesen Trick aus größerer Entfernung. Ziel ist, dass Dein Hund wie tot da liegt, seinen Kopf nicht hebt und vor allem nicht mit dem Schwanz wedelt.

16. „Hopp!“ (in den Arm springen beibringen)

Ein schöner Hundetrick für nicht zu große, schwere Hunde.
 
Du fängst damit an, Dich vor Deinen Hund auf den Fußboden zu setzen, klopfst einladend auf Deine Oberschenkel und sagst dabei: „Hopp!“. Wenn Dein Hund auf Deinen Schoß springt, bekommt er ein Leckerli.
 
Nun setzt Du Dich immer etwas höher. Zuerst auf ein Kissen und danach auf einen Stuhl. Bis Du dann im Stehen sagst: „Hopp!“ und Dein Hund in Deine Arme springt.

17. „Schäm Dich!“ (Pfote auf die Schnauze legen beibringen)

Ziel dieses Hunde-Tricks ist, dass Dein Hund seine Pfote längere Zeit auf seine Schnauze legt, damit es so aussieht, als würde er sich schämen.
 
Damit Dein Hund seine Pfote auf die Schnauze legt, musst Du zuerst mit einem Band oder Gummi arbeiten, welches Du locker um seine Schnauze legst. Es muss so locker sein, dass Dein Hund es mit der Pfote gut abstreifen kann.
Sobald er mit der Pfote seine Schnauze berührt, um das Band abzustreifen, sagst Du: „Schäm Dich!“ und belohnst ihn mit einem Leckerli.
 
Dein Hund wird schnell begreifen, dass er bei diesem Kommando nur die Pfote auf die Schnauze legen muss, um ein Leckerli zu bekommen. Nun musst Du nur noch die Zeitspanne verlängern.

18. „Wo ist das Leckerli?“ (Hütchenspiel mit dem Hund)

Dieses Spiel macht besonders Kindern viel Spaß. Dein Hund hat hier natürlich den Vorteil, dass er sofort riecht, unter welchem Hütchen das Leckerli versteckt ist.

Am besten eignen sich kleinere Blumentöpfe mit einem Loch, aus dem der Duft strömen kann.

Du übst zuerst nur mit einem Blumentopf. Das Leckerli wird dem Hund gezeigt und darunter gelegt. Jetzt fragst Du: „Wo ist das Leckerli?“ und wartest ab, was Dein Hund tut. Er wird vermutlich am Blumentopf schnüffeln, ihn mit der Pfote berühren und schließlich umstoßen und das Leckerli fressen. Dafür wird er dann ausgiebig gelobt.
 
Du stellst nun 3 gleich aussehende Blumentöpfe auf den Fußboden und legst unter eines davon ein Leckerli. Nun schiebst Du diese auf dem Boden hin und her und wieder zurück und immer weiter kreuz und quer durcheinander, bis sie wieder in einer Reihe stehen.
 
Erst jetzt fragst Du Deinen Hund: „Wo ist das Leckerli?“. Er darf nun den richtigen Blumentopf umwerfen und sein Leckerli fressen. Wirft er den falschen Blumentopf um, fängt das Spiel von vorne an.

19. „Ergebnis?“ (Hund kann rechnen)

Für diesen Hundetrick, der wieder vor allem Kinder begeistern wird, brauchst Du eine kleine Tafel und Kreide.
 
Du beginnst damit, dem Hund die Tafel zu zeigen und fragst: „Ergebnis?“. Wenn er dann bellt, wird er belohnt. Sobald Du die Tafel von ihm wegdrehst, soll er sofort mit dem Bellen aufhören. Auch dafür wird er mit einem Leckerli belohnt. Wenn das nach einigen Trainingszeiten reibungslos klappt, kannst Du mit Deinem Hund vor einem Publikum auftreten.

Du bittest das Publikum um eine Rechenaufgabe, deren Ergebnis aber höchstens 6 ergeben darf, damit Dein Hund nicht so oft bellen muss.
Die Aufgabe, z.B. 2 x 3 oder 3 + 3 oder 12 – 6 oder 36 : 6 schreibst Du mit Kreide auf die Tafel. Jetzt drehst Du Dich mit der Frage: „Ergebnis?“ zu Deinem Hund und zeigst ihm die Tafel.
 
Er wird nun, wie eingeübt, anfangen zu bellen. Wenn er 6 mal gebellt hat, drehst Du Dich schnell mit der Tafel von Deinem Hund weg und wieder dem Publikum zu. Dein Hund verstummt, sobald Du die Tafel von ihm weg drehst. 

Was tun, wenn mein Hund sich weigert Tricks zu lernen?

Wenn Dein Hund nicht richtig mitmachen will und sich vor dem Tricks lernen sträubt, empfehlen wir Dir noch einmal die Grundlagen der Hundeerziehung zu verinnerlichen. Hier haben wir für Dich einen Blogbeitrag verfasst, wo Du erfährst, wie Du schnell und einfach mit Deinem Hund die gleiche Sprache sprichst.

Sollte Dein Hund grundlegend ein ungezogener Schlingel sein, bei dem es den Anschein macht, dass bei ihm alle Hoffnung verloren ist, hilft möglicherweise der Besuch einer Hundeschule. Um es Dir so einfach wie möglich zu machen, Deinen Hund schnell und vor allem effizient zu erziehen, ohne ständig kilometerweit zu einer Hundeschule zu fahren, haben wir für Dich hier eine hilfreiche Online-Hundeschule verlinkt.

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