Mein Hund niest

Dein Hund niest oft? Das sind die häufigsten Gründe!

Wenn Dein Hund ab und zu mal niest, ist im ersten Moment keine Sorge nötig. Eine Fellnase ist um einiges sensibler und empfindlicher als eine Menschennase. Sie nimmt Gerüche auch viel intensiver wahr und deshalb haben Hunde auch öfter einen Niesreiz.
 
Wenn im Frühling die Pollensaison beginnt, können auch unsere pelzigen Freunde einen Heuschnupfen bekommen. Dieser äußert sich dann wie bei uns, durch häufiges Niesen.

Dein Hund kann aber auch Geräusche machen, die sich nur so anhören als würde er niesen. Nämlich wenn er sich sehr über sein Futter freut oder mit einem anderen Hund spielt. Hier könnte es sich jedoch auch um das Rückwärtshusten beim Hund handeln.

Beim Niesen schleudert der Hund seinen Kopf unwillkürlich nach unten oder zur Seite. Dabei kann es vorkommen, dass er sich seinen Kopf am Boden, einem Möbelstück oder der Wand anstößt und sich wehtut. Dann helfen ein paar Streicheleinheiten, um ihn wieder zu trösten.

Das Hunde-Niesen ist meist kein Grund zur Besorgnis, wenn es ohne größeres „Nasenlaufen“ passiert. Dein Hund befördert damit nur kleine Partikelchen, die seine Nasenschleimhaut reizen und in seiner Nase kitzeln, wieder nach draußen. Das funktioniert genauso wie bei uns Menschen.

Hat Dein Hund allerdings regelrechte Niesanfälle mit starkem Fluss von Nasensekret und evtl. Blutbeimengungen, dann gehst Du besser sofort zum Tierarzt!

Warum niest mein Hund?

Es gibt ganz viele verschiedene Ursachen, warum der Hund niest. Die meisten sind völlig harmlos, wie z.B. grelles Licht, Staub, Pollen, starke Gerüche, etc.

Allerdings kann es auch krankhafte Gründe für das Niesen beim Hund geben. Wenn das Niesen von Infektionen oder Verletzungen ausgelöst wird, dann muss Dein Hund vom Tierarzt behandelt werden.

Nachstehend haben wir eine Übersicht über mögliche Auslöser für das Niesen beim Hund für Dich zusammengestellt. 

Mein Hund niest ständig

Häufige Ursachen warum Dein Hund niest

Allergie

Auch Hunde können unter verschiedenen Allergien leiden. Wenn Dein Hund gegen einen Stoff allergisch reagiert und immer wieder mit ihm in Kontakt kommt, dann entzündet sich seine Nasenschleimhaut. Dadurch werden vermehrte Niesanfälle ausgelöst, begleitet von einem anfangs klaren und schleimigen Nasenausfluss.

Hier musst Du den Hund genau beobachten, damit Du herausfindest auf welchen Stoff er allergisch reagiert. Es könnte von einem Reinigungsmittel, einem Parfüm, vom Zigarettenrauch, etc. ausgelöst werden.

Fremdkörper

Da der Hund gerne überall dran schnüffelt und schnuppert ist es nicht selten, dass er dabei einen kleinen Fremdkörper einatmet. Wenn dieser dann die Nasenschleimhaut reizt, kitzelt es in der Hundenase und er muss niesen, um den Fremdkörper wieder aus der Nase herauszubekommen.

Wenn es sich jedoch um einen größeren eingeschnüffelten Gegenstand oder um einen Holzsplitter oder Dorn handelt, kann er nicht durch ein einfaches Niesen entfernt werden. Es kommt nun zu einer schmerzhaften Entzündung, die Du an einem blutig-eitrigen Nasenausfluss erkennen kannst.

In diesem Fall musst Du den Fremdkörper vom Tierarzt entfernen lassen.

Infektionen

Wie bei uns Menschen beginnt auch beim Hund eine Erkältung meistens mit einer laufenden Nase und mit häufigen Niesanfällen. Ausgelöst wird die Erkältung durch Viren oder Bakterien, mit denen sich der Hund infiziert hat.

Der Hund kann aber auch etwas anderes als eine Erkältung ausbrüten. Es kann sich auch um den sogenannten Zwingerhusten handeln, der sich ebenfalls mit Niesanfällen ankündigt. Gegen den Zwingerhusten, der durch Tröpfcheninfektion beim Niesen und Husten des Hundes verbreitet wird, kann erfolgreich geimpft werden.

Außerdem könnte es sich z.B. noch um eine Nasennebenhöhlenentzündung oder auch um eine Infektion mit Staupe handeln.

Damit aus der vermuteten Erkältung beim Hund keine Lungenentzündung oder noch Schlimmeres entsteht, gehst Du am besten mit Deiner niesenden Fellnase zum Tierarzt.

Hund niest

Seltene Ursachen für Hunde-Niesen

Parasiten und Pilzerkrankungen

Es könnten sich beim Hund der niest, auch Milben oder Pilze in seiner Nase eingenistet haben.

Hier kommt es im späteren Verlauf ebenfalls zu einem schleimigen Nasenausfluss mit Blutbeimengungen.

Aspergillose

Aspergillose wird durch Pilze ausgelöst, die z.B. in verrottenden Laubhaufen zu finden sind. Sie können die Nasenhöhlen befallen und schädigen. Hier kommt es außer häufigem Niesen auch zu gelb-grünem Nasenausfluss und zu Nasenbluten.

Diese Pilze können das gesamte Nervensystem befallen und sind schwer behandelbar.

Toxoplasmose

Toxoplasmose kann durch rohes Schweinefleisch übertragen werden oder wenn Dein Hund Katzenkot frisst.

Bei dieser Krankheit zeigen sich außer dem Niesen noch Fieber, Durchfall und Erbrechen, Lähmungen und Krämpfe.

Tumore

Beim Hund kann es im gesamten Körper zu Tumoren kommen, auch in den Nasenhöhlen. Besonders ältere Hunde sind von diesen Tumoren betroffen und es kommt ebenfalls zu vermehrtem Niesen.

Bei diesem Verdacht wird Dein Tierarzt eine sogenannte Rhinoskopie (Einführung einer Minikamera in die Nasenhöhle bei Vollnarkose) durchführen oder er wird Deinen Hund röntgen bzw. ein CTG vornehmen.
Danach folgt evtl. eine Operation, wobei der Tumor entfernt wird.

Mein Hund niest – wie kann ich ihm helfen?

Zuallererst musst Du Dir darüber klar sein, dass Deine liebe Fellnase Gerüche viel intensiver aufnimmt als wir Menschen.

Sorge dafür, dass Dein Hund keinen Zigarettenqualm einatmen muss. Wenn Du zu den Rauchern gehörst, dann gehst Du vielleicht ab jetzt zum Rauchen auf den Balkon oder vor die Haustür.

Wenn Du z.B. Dein Badezimmer mit stark riechenden Putzmitteln säuberst, dann sperrst Du Deinen Hund am besten in einem anderen Raum ein. Solange bis sich der Geruch durch das Lüften mit offenem Fenster wieder verflüchtigt hat.

Verzichte Deinem Hund zuliebe auf eine Parfümwolke und zu viel Deo.

Hunde mögen auch keinen Weichspüler für die Hundedecke.

Die für uns Menschen gut riechende Duftkerze ist für Deine Fellnase eher eine Qual.

Hat Dein Hund eine Pollenallergie, dann meidest Du im Frühling und Sommer am besten Spaziergänge durch Wiesen und Felder. Für sehr allergiegeplagte Hunde gibt es auch spezielle homöopathische Augentropfen und Nasensalben zur Linderung der Beschwerden. 

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