Mein Hund will nicht Gassi gehen

Hund will nicht Gassi gehen – was Du dagegen tun kannst

Normalerweise freut sich jeder gesunde Hund sehr darüber, wenn es raus in die Natur geht. Er kann es kaum abwarten, dass er dort laufen, spielen und schnüffeln darf.

Wenn Dein Hund auf einmal nicht mehr Gassi gehen will, dann hat das meist auch einen ernstzunehmenden Grund, den Du herausfinden musst.

Auf keinen Fall solltest Du Deinen Hund zum Gassigehen zwingen!

Im folgenden Beitrag erläutern wir Dir, an welchen Anzeichen Du erkennen kannst, dass Dein Hund ein Problem hat, sich vielleicht unwohl fühlt und deshalb nicht nach draußen gehen will.
 
Wir führen auch die möglichen Ursachen auf, die dazu führen können, dass Dein Hund nicht mehr spazieren gehen will.
 
Außerdem geben wir Dir viele hilfreiche Tipps, wie Du Deinem Hund in dieser Situation helfen kannst, damit Ihr beide wieder viel Spaß beim Gassigehen habt.

Warum will mein Hund nicht Gassi gehen?

5 Zeichen an denen Du schnell & einfach erkennen kannst, dass Dein Hund nicht Gassi gehen will

Wenn Dein Hund nicht Gassi gehen will, dann versucht er manchmal, Dir das durch folgende sehr auffällige Verhaltensweisen mitzuteilen:

  • Dein Hund bockt schon beim Anlegen des Halsbandes und der Leine.
  • Auch wenn Du kräftig an der Leine ziehst, stemmt er sich dagegen, bleibt stehen und will nicht laufen.

Es gibt aber auch weniger auffällige Verhaltensweisen, die Dir anzeigen, dass Dein Hund sich nicht wohl fühlt und er nicht raus gehen will:

  • Dein Hund zieht beim Gassigehen und die Leine ist permanent gespannt, weil er so schnell wie möglich wieder nach Hause möchte.
  • Er ist mit der Situation unzufrieden, wenn er unterwegs ständig Gras frisst, stark hechelt, häufig gähnt, sich dauernd das Maul leckt und sich immer wieder nach hinten umsieht.
  • Dein Hund ist nervös und reagiert nicht oder nur sehr langsam auf die schon erlernten Signale.
Gründe warum Hunde nicht Gassi gehen wollen

Mögliche Gründe & Ursachen, warum Dein Hund nicht Gassi gehen möchte

Dein Hund will nicht Gassi gehen? Dafür gibt es viele Gründe:

Angst

Ein ängstlicher Hund fürchtet sich vor vielen Situationen. Du erkennst seine Angst dann am eingekniffenen Schwanz und an übertriebener Unterwürfigkeit.
Aus folgenden Gründen kann es vorkommen, dass ein Hund Angst vor dem Gassigehen hat: 

Angst bei Dunkelheit:

Viele Hunde fürchten sich, wenn sie bei Dunkelheit raus müssen. Sie können im Dunklen nicht so gut sehen und fühlen sich dadurch unsicher.

TIPP:
Du könntest Deinem Hund mit einer Taschenlampe den Weg ausleuchten, damit er besser sehen kann. Außerdem wird er sich sicherer fühlen, wenn Du ihn die ganze Zeit an der Leine hältst.

Angst wegen schlechter Erfahrungen:

Vielleicht hat Dein Hund Angst vor Autos, anderen Hunden oder fremden Menschen, die ihn einmal erschreckt haben. Auch ein erlebtes Gewitter könnte der Auslöser dafür sein, dass Dein Hund nicht mehr Gassi gehen will.

TIPP:
Vermeide Hektik und strahle Ruhe und Gelassenheit beim Gassigehen aus. Das wird sich auch auf Deinen Hund übertragen.

Außerdem solltest Du einem ängstlichen Hund kein normales Hundehalsband anlegen. Er könnte plötzlich in Panik geraten, an der Leine zerren und aus dem Halsband ausbrechen.

Ein gut sitzendes Hundegeschirr wäre besser für ihn, weil sich der Druck bei einem plötzlichen Leinenzug nicht nur auf den Halsbereich, sondern auf den ganzen Körper verteilt. Auch ein Ausbrechen wird dadurch verhindert.

Wenn Du mehr über Angstbewältigung beim Hund erfahren möchtest, haben wir hier einen separaten Beitrag für Dich verfasst.

Krankheiten

Besonders ältere Hunde leiden unter Gelenkproblemen, Arthrosen und ähnlichen Krankheiten. Sie haben Schmerzen und vermeiden aus diesem Grund Bewegungen.

TIPP:
Du solltest Deinen Hund genau beobachten, ob er Schmerzen hat und evtl. lahmt oder hinkt. Der Tierarzt könnte ihm dann Medikamente oder Therapien zur Schmerzlinderung verschreiben.

Langeweile

Wenn Dein Hund nicht gerne mit Dir raus geht, dann langweilt er sich vielleicht bei den Spaziergängen. Zur Langeweile kommt es, wenn Du immer den gleichen Weg gehst und es keine Abwechslung für den Hund gibt.
 
Schenkst Du Deinem Hund beim Gassigehen genügend Aufmerksamkeit, oder telefonierst Du dabei mit Deinem Handy? Dann ist der Spaziergang natürlich langweilig für Deinen Hund und es macht ihm keinen Spaß. Vielleicht möchte er deshalb lieber in seinem Körbchen liegen bleiben.

TIPP:
Dein Hund wird wieder gerne mit Dir gehen, wenn er ausgiebig schnüffeln darf und andere Hunde treffen kann. Du könntest auch öfter die Routen wechseln und Spielzeug mitnehmen.

Du könntest ihm leichte Tricks beibringen oder ihn apportieren lassen. Wenn es dann noch ab und zu ein Leckerli gibt, wird sich Deine Fellnase wieder richtig auf das Gassigehen mit Dir freuen.

Witterungsverhältnisse

Bei großer Hitze:

Wenn es im Sommer draußen zu heiß ist, mögen viele Hunde nicht gerne Gassi gehen.
Längere Strecken in den Morgen- und Abendstunden sind angenehmer für Deinen pelzigen Freund. Bei großer Hitze solltest Du nur kurze Spaziergänge unternehmen und dabei möglichst schattige Wege wählen. 

TIPP:
Du solltest Asphaltböden meiden, da diese sehr heiß werden können. Wenn Du Asphaltböden nicht vermeiden kannst, solltest Du Deinem Hund hitzebeständige Socken mit gummierter Sohle kaufen, damit Deine Fellnase sich die empfindlichen Pfoten nicht verbrennt. 

Diese Socken schützen die Pfoten auch im Winter vor Kälte, Erfrierungen und vor Streusalz. Auch auf glatten Holzböden oder Fliesen sind sie sehr zu empfehlen, da diese genialen Socken auch noch rutschfest sind und somit Unfälle vermeiden können.

Bei Regen, Kälte oder Schneefall:

Bei Nässe und Kälte frieren Hunde mit einem kurzen und dünnen Fell sehr schnell und wollen dann lieber in der warmen und trockenen Wohnung bleiben.

TIPP:
Ein wärmender Hunde-Pullover bei Kälte und ein wasserdichtes Hunde-Cape bei Regen und Schneefall halten Deine Fellnase schön warm und trocken.

Welpe will nicht Gassi gehen - warum & was Du dagegen tun kannst

Wenn Dein Welpe nicht Gassi gehen will, ist das ein ganz normales Verhalten und kein Grund zur Sorge. Welpen müssen erst ihre Angst vor einer fremden Umgebung verlieren. Sie sind am liebsten zu Hause in ihrem sicheren Nest und verlassen es nicht gern.

Die Kleinen müssen sich erst an ungewohnte Geräusche, wie z.B. Autolärm und Kindergeschrei gewöhnen und dann sind überall noch fremde Menschen und Tiere.
Auch das neue Halsband und die Leine machen ihnen zuerst Angst.
 
Welpen haben noch wenig Selbstvertrauen und brauchen etwas Zeit, um sich an all das Neue zu gewöhnen. Doch mit viel Geduld und Liebe werden sie immer mutiger und freuen sich dann auf die Spaziergänge.

TIPP:
Du könntest die ersten Ausflüge so gestalten, dass Du einen möglichst verkehrsarmen Weg wählst und Deinen Welpen auf dem Arm trägst. So fühlt er sich geborgen und kann die fremde Welt erst mal ganz sicher von oben betrachten.

Dann lässt Du ihn eine ganz kurze Strecke des Weges wieder nach Hause laufen und belohnst ihn mit einem Leckerli.

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