Wie Du Deinen Hund vor Zecken schützen kannst

Wie Du Deinen Hund effektiv & nachhaltig vor Zecken schützen kannst

In diesem Beitrag erklären wir Dir alles was Du wissen solltest, wenn Du Deinen Hund effektiv vor Zecken schützen möchtest.
 
Wir geben Dir viele hilfreiche Tipps zur Zeckenabwehr beim Hund und teilen mit Dir 10 effektive Zeckenschutzmittel & altbewährte Hausmittel gegen Zecken.
 
Außerdem erklären wir Dir, wie Du eine bereits saugende Zecke beim Hund sicher entfernen kannst, ohne dass Dein Hund sich mit Krankheiten infiziert.

10 effektive chemische & natürliche Mittel gegen Zecken beim Hund

Es gibt zahlreiche verschiedene Methoden, wie Du Deinen Hund vor Zecken schützen kannst.

Hierbei unterscheiden wir zwischen chemischen und natürlichen Zeckenschutzmitteln.

Chemische Zeckenschutzmittel - Antiparasitika

Es gibt die verschiedensten Mittel im Handel zu kaufen, die Deinen Hund vor Zecken schützen können.

Am besten fragst Du Deinen Tierarzt, was er empfehlen würde und wie Du einem Zeckenstich beim Hund vorbeugen kannst.

Der Tierarzt unseres Vertrauens empfiehlt dieses effektive Zeckenschutzmittel mit der seit vielen Jahren erprobten Wirkstoffkombination Fipronil plus S-Methopren, welche sehr gut verträglich ist.

Dieses Zeckenmittel tötet nicht bloß Zecken, sondern auch Läuse, Flöhe, Flohlarven und sogar Floheier.

Aber auch die folgenden chemischen Mittel verhindern entweder einen Zeckenstich beim Hund oder töten die Zecke nach dem Stich ab.

Anti-Parasiten-Produkte für den Hund werden in Form von Tabletten, Pipetten, Sprays oder Halsbändern angeboten.

ACHTUNG:
Bei allen genannten Mitteln handelt es sich um Arzneimittel, die durchaus Nebenwirkungen für den Hund haben können.

Lies Dir auf jeden Fall die Packungsbeilage durch!

Zeckenschutz-Tabletten

Der giftige Wirkstoff verbreitet sich im Blut des Hundes und lagert sich in Organen, Muskeln und Fettgewebe ab.

Dadurch wird die blutsaugende Zecke getötet.

Es soll für den Hund ungefährlich sein. 

Jedoch stoßen sterbende Zecken evtl. vorhandene Krankheitserreger ab, die dann durch ihr Sauginstrument ins Blut des Hundes gelangen können.

Der Zeckenschutz hält mehrere Monate an.

Repellents als Spot-On-Präparate

Es handelt sich hier um Wirkstoffe, in Tropfen- oder Sprayform, die Zecken abstoßen sollen.

Diese Produkte findest Du im Tierfachgeschäft.

In Tropfenform werden sie mit einer Pipette auf das Fell vom Hund geträufelt, vorzugsweise auf den Nacken oder den hinteren Rücken.

Sie verteilen sich über die Talgdrüsen von alleine über den ganzen Hundekörper und bieten einen wochenlangen Zeckenschutz.
 
In Sprayform werden sie auf das Fell gesprüht, wirken allerdings nur einige Stunden.

Am besten kurz vor dem Gassigehen aufsprühen.

ACHTUNG:
Bei diesen Methoden darf Dein Hund ein paar Tage lang nicht baden oder schwimmen, damit das Mittel auf dem Fell bleibt und wirken kann.

Zecken-Halsband

Das Halsband enthält einen für Zecken giftigen Wirkstoff, der durch die Körperwärme aktiviert wird und dann an das Fell abgegeben wird.

Das Gift verteilt sich mit der Zeit durch das Hautfett am ganzen Körper.
 
Ein Zeckenhalsband für den Hund bietet einen Schutz, der einige Monate andauern kann.

Natürlicher Zeckenschutz ohne Chemie 

Wenn Du Deinen Hund natürlich vor Zecken schützen willst, dann sind die folgenden altbewährten Hausmittel gegen Zecken beim Hund dafür sehr gut geeignet:

Ätherisches Öl – Geraniol

Der Duft von Geraniol vertreibt bewiesenermaßen Zecken beim Hund.

Es ist ein leicht blumiger Duft, den Hunde nicht ablehnen.

Einfach ein paar Tröpfchen ins Fell reiben. 

Es gibt im Handel auch schon wirksame BIO-Zecken-Halsbänder mit Geraniol als Repellent zu kaufen.

Bernsteinhalsband gegen Zecken

Ein Halsband aus naturbelassenen, nicht geschliffenen oder polierten Bernsteinen, soll gut gegen Zeckenbefall wirken.

Die Bernsteine entfalten beim Erwärmen durch die Körpertemperatur des Hundes einen aromatischen Geruch, den Zecken nicht mögen.

Das Bernsteinhalsband schützt nicht bloß vor Zecken, sondern sieht zusätzlich schick aus.

Hier kannst Du Deinem Hund ein Bernsteinhalsband bestellen!

Bierhefe als Zeckenmittel

Hunde, die mit etwas Bierhefe gefüttert werden, sollen einen Geruch verströmen, den Zecken gar nicht mögen.

Mische die Bierhefe unter sein Futter. Ein ca. 10 kg schwerer Hund bekommt 1 gestrichenen Teelöffel Bierhefe.

Knoblauch ins Hundefutter beimischen

In geringen Mengen ist Knoblauch nicht giftig für den Hund und kann bei der Zeckenabwehr helfen.

Frischer Knoblauch hat die meisten Wirkstoffe.

Du kannst aber auch etwas Knoblauchgranulat unter sein Futter mischen.

Kokosöl gegen Zecken beim Hund

Durch die im Kokosöl enthaltene Laurinsäure sollen Zecken vom Hund tatsächlich ferngehalten werden.

Es genügt, wenn Du sein Fell regelmäßig mit einigen Tropfen davon einreibst.

Schwarzkümmelöl als Zeckenschutz

Zeckenbisse beim Hund können auch durch Schwarzkümmelöl vermieden werden.

Einfach etwas Schwarzkümmelöl unter das Hundefutter mischen.

Zistrose Anti-Zeckenmittel

Ein Aufguss aus getrockneten Zistrosenblättern hilft ebenfalls vor Zeckenbissen.
 
Einen Teelöffel voll Zistrosenblätter mit einer Tasse heißem Wasser übergießen.

Du kannst die Blätter 3 x für einen Aufguss nutzen.

10 Minuten ziehen lassen und dann kannst Du den Aufguss unter das Hundefutter mischen.

Im Handel gibt es alternativ auch Anti-Zecken-Pulver als Futter-Ergänzungsmittel für Hunde, die Cistus Icanus (Zistrosen-Blätter) enthalten.

Dies soll ebenfalls gut vor Zeckenbissen schützen und das Immunsystem vom Hund stärken.

Welche Krankheiten überträgt eine Zecke auf Hunde

Welche Krankheiten können von Zecken übertragen werden?

Ein Zeckenbiss ist nur dann gefährlich für Deinen Hund, wenn die Zecke selbst mit Krankheitserregern infiziert ist.
 
Die meisten Zeckenbisse führen zu keiner Infektion beim Hund.

Außerdem überträgt eine Zecke erst dann eventuell vorhandene Krankheitserreger, wenn sie bereits ein halben bis einen ganzen Tag Blut gesaugt hat.

Deshalb ist es sehr wichtig, die Zecke so schnell wie möglich zu entfernen.

Du solltest nach jedem Spaziergang in der Natur, Deinen Hund auf Zecken absuchen.

Wenn Dein Hund plötzlich apathisch wird und Bewegungsstörungen, bis hin zu Lähmungserscheinungen hat, oder sich Fieber und blutiger Urin einstellt, dann solltest Du sofort zum Tierarzt gehen, denn das sind die typischen ersten Symptome vom Zeckenbiss beim Hund.

Folgende Krankheiten können infizierte Zecken übertragen:

Anaplasmose

Bei der Anaplasmose beim Hund beginnen die Symptome nach einigen Tagen bis zu 3 – 4 Wochen nach dem Zeckenbiss.
 
Es beginnt in der Regel mit Fieber und allgemeiner Schwäche.

Danach kommt es meist zu Entzündungen der Gelenke und Muskelverhärtungen.

Außerdem können noch Blutgerinnungsstörungen auftreten.
 
Die Behandlung ist schwierig und es kommt sehr häufig zu Rückfällen.

Babesiose (Hunde-Malaria)

Bei der Babesiose treten die ersten Symptome nach 1 – 3 Wochen auf.

Es beginnt meist mit hohem Fieber, Husten und Apathie, gefolgt von dunklem Urin, Durchfall und Erbrechen.

Beim chronischen Verlauf kommt es immer wieder zu schweren Fieberschüben, so ähnlich wie bei einer Malaria-Erkrankung.
 
Die durch einen Zeckenbiss übertragenen Bakterien können aber auch zu einem akuten Nierenversagen führen.

In diesem Fall wird der Hund ohnmächtig und kann sterben.

Auch hier ist die Behandlung schwierig, da die vorhandenen Bakterien in den meisten Fällen nicht völlig beseitigt werden können.

Borreliose

Die ersten Anzeichen einer beginnenden Borreliose zeigen sich durch eine ringförmige Rötung der Haut an der Einstichstelle.

Nach Wochen oder sogar erst nach Monaten kommt es im Wechsel zu immer wiederkehrenden Gelenkentzündungen und Lähmungen.

Es kann auch zu bleibenden Lähmungen führen.

Eine jährliche Borreliose Impfung für den Hund soll lt. STIKO VET (Ständige Impfkommission für Tiere) vor dieser Krankheit schützen.

ACHTUNG:
Den Hund gegen Zecken impfen zu lassen, ist bei Tierärzten sehr umstritten. 

Durch diese Borreliose-Impfung kann es bei einem bereits infizierten Hund zu einer schweren Nierenentzündung kommen.

Ehrlichiose

Diese Krankheit wird meist in Süd- und Osteuropa verbreitet.

In Deutschland kommt es selten zu einer Ehrlichiose Infektion durch Zeckenbiss beim Hund.

Symptome wie z.B. Durchfall, Erbrechen und Fieber erscheinen meistens 2 Wochen nach der Infektion.

FSME (Frühsommer Meningoenzephalitis)

Eine FSME ruft eine schwere Hirnhautentzündung beim Hund vor, befällt aber gesunde Hunde nicht, da diese oft Antikörper in sich tragen.

Sie kommt sehr selten bei kranken und geschwächten Hunden vor.

Tabletten gegen zecken und natürlicher Zeckenschutz für Hunde

Wann, wie & wo Zecken Hunde am häufigsten befallen und wie Du diese schnell & einfach im Fell finden kannst

Sobald im Frühling die Temperaturen steigen, werden auch die Zecken wieder aktiv.
 
Diese kleinen blutsaugenden Parasiten lauern in Büschen, im Unterholz und im hohen Gras auf ihren Wirt.

Sobald Dein Hund daran vorbei läuft, streift er sie mit dem Fell ab.

Einmal in seinem Fell angekommen, gehen die Zecken auf die Suche nach gut durchbluteten, weniger behaarten und dünnen Hautstellen.

In der Regel suchen sie sich folgende Stellen aus: Achseln, Leisten und Genitalbereich, Kopf und hier besonders die Ohren.

Hat die Zecke ihren Platz gefunden, schneidet sie mit ihren scherenartigen Mundwerkzeugen die Haut auf und gräbt sich dann mit ihrem Stachel eine Kuhle in das Gewebe, welches sich jetzt mit Blut füllt.

Damit das Blut nicht gerinnt, sondert sie einen Gerinnungshemmer in die Wunde ab, der auch betäubend wirkt.

Die anfangs winzigen, nur wenige Millimeter großen Zecken saugen sich tagelang mit Blut voll, bis sie satt sind.

Dabei nehmen sie massiv an Größe zu, lösen sich dann vom Wirt und lassen sich wieder abfallen.

Nach jedem Spaziergang in der Natur solltest Du Deinen Hund nach Zecken absuchen.

Du wirst bei einem Befall eine kleine Erhebung auf der Haut ertasten können.

Dicke Beule wegen Zecke beim Hund

Wie Du Zecken beim Hund sicher entfernen kannst & worauf Du unbedingt achten solltest

Es ist wichtig, die Zecke sobald wie möglich zu entfernen und sie dabei nicht zu drücken.

Bei Verwendung einer Pinzette kann es passieren, dass dabei Erreger aus dem Inneren der Zecke in die Blutbahn des Hundes gedrückt werden.

Jedoch solltest Du nicht in Panik geraten und die Ruhe bewahren.

Hält Dein Hund beim Entfernen der Zecke nicht still, dann lass ihn sich erst ein Mal ein paar Minuten beruhigen.

Hole dann eine 2. Person, die Dir hilft, indem sie den Hund mit z.B. etwas Leberwurst ablenkt.

Während die helfende Person Deinen Hund an der Wurst schlecken lässt und ihn wenn nötig fest hält, kannst Du in Ruhe die Zecke entfernen.

Du musst darauf achten, die Zecke so nah wie möglich an der Haut zu packen und dann langsam herauszuziehen.

Nicht drehen oder ruckartig ziehen!

Es könnten sonst Teile des Zeckenkopfes in der Haut zurück bleiben.

Sollte dies der Fall sein, ist es jedoch nicht zwingend schlimm. 

Der Körper wird den Fremdkörper nach einiger Zeit automatisch abstoßen.

Solange sich die Stelle nicht entzündet ist alles in Ordnung.

Solltest Du nach einiger Zeit doch eine Entzündung feststellen, gehe lieber mit Deinem Hund zum Tierarzt und frage diesen um Rat.

Du kannst die Zecke auch direkt vom Tierarzt entfernen lassen, wenn Du lieber auf Nummer Sicher gehen willst.

Im Handel gibt es verschiedene Gerät zum Zecken entfernen zu kaufen.

Wir empfehlen die Verwendung eines Zeckenhakens oder einer Zeckenzange.

Hier kannst Du beides im Set bestellen!
 

ACHTUNG:
Die Zecke darf vor dem Entfernen nicht erstickt werden!

Also nicht versuchen, die Zecke mit Cremes, Ölen, Nagellack oder Klebstoffen zu bedecken.

Eine sterbende Zecke leert evtl. ihren Mageninhalt in die Bisswunde und kann so den Hund mit Krankheitserregern infizieren.

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